Am Freitagabend ist in Malborn im Landkreis Bernkastel-Wittlich ein Einfamilienhaus in Brand geraten. Wie die Polizei mitteilte, haben alle Bewohner das Gebäude eigenständig verlassen. Zwei von ihnen wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Ersten Schätzungen zufolge liegt der Sachschaden im niedrigen sechsstelligen Bereich. Die Brandursache ist noch unklar.
Zwei Bewohner vorsorglich in medizinischer Beobachtung
Nach Angaben der Polizei hatten sich die Bewohner am Freitagabend selbstständig aus dem Haus ins Freie gerettet. Bei zwei Personen wurde vorsorglich eine ärztliche Abklärung veranlasst. Der Rettungsdienst brachte sie in ein umliegendes Krankenhaus. Eine Rauchgasvergiftung ist eine häufige Folge von Wohnungsbränden und kann oft erst verzögert Symptome zeigen. Daher ist eine frühzeitige Untersuchung ein übliches Vorgehen.
Über den Gesundheitszustand der beiden Betroffenen machte die Polizei keine Angaben. Die übrigen Bewohner blieben unverletzt. Die Kriminalpolizei hat inzwischen die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Schaden wird auf niedrigen sechsstelligen Betrag geschätzt
Nach ersten polizeilichen Einschätzungen wird die Höhe des Sachschadens auf einen niedrigen sechsstelligen Betrag beziffert. Das entspricht in der Regel einem Wert zwischen 100.000 und 200.000 Euro. Wie stark das Haus beschädigt ist und ob es weiter bewohnbar bleibt, wird derzeit geprüft. In den kommenden Tagen ist mit weiteren Erkenntnissen der Polizei zu rechnen.
Die Schadensschätzung ist ausdrücklich vorläufig. Ein abschließender Bericht wird nach dem Einsatz der Gutachter erwartet.
Ermittlungen: Woher kommt das Feuer?
Die Kriminalpolizei untersucht jetzt, wie der Brand entstehen konnte. Dabei arbeiten die Beamten in der Regel mit Brandursachenermittlern zusammen. Sie sichern Spuren, dokumentieren den Brandherd und veranlassen technische Gutachten. Zu möglichen Ursachen zählen elektrische Defekte, offenes Feuer, Fahrlässigkeit oder auch eine vorsätzliche Tat. Hinweise auf Brandstiftung liegen nach bisherigen Erkenntnissen allerdings nicht vor, wie die Polizei auf Anfrage erklärte.
Nach einem Wohnhausbrand sind umfangreiche Untersuchungen an Elektroinstallationen und möglichen Brandquellen erforderlich. Diese können mehrere Tage in Anspruch nehmen. Aus ermittlungstaktischen Gründen gibt die Polizei zunächst keine weiteren Details zum Zustand des Hauses preis.
Brandschutz: Was Eigentümer und Mieter beachten sollten
Der Vorfall in Malborn zeigt, wie wichtig Brandschutzmaßnahmen im Alltag sind. In vielen Haushalten lassen sich Brände mit einfachen Mitteln verhindern. Als besonders effektiv gelten Rauchmelder, die bereits bei geringer Rauchentwicklung einen lauten Alarm auslösen. Zudem sollten elektrische Geräte nicht unbeaufsichtigt in Betrieb bleiben und Mehrfachsteckdosen nicht überlastet werden. Auch im Umgang mit Kerzen und offenem Feuer ist Vorsicht geboten.
- Rauchmelder in Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Rettungswegen installieren und regelmäßig prüfen.
- Elektrogeräte ausschalten, wenn niemand zu Hause ist.
- Keine brennbaren Gegenstände in der Nähe von Herd oder Ofen lagern.
- Einen Feuerlöscher griffbereit aufbewahren und die Nutzung kennen.
- Fluchtwege freihalten und einen Treffpunkt mit der Familie festlegen.
Die Bewohner des betroffenen Hauses handelten den Angaben der Polizei zufolge richtig: Sie verließen das Gebäude sofort und brachten sich in Sicherheit. Bei Bränden gilt allgemein: die Türen hinter sich schließen, um die Ausbreitung von Rauch zu verlangsamen, und den Notruf 112 wählen.
Rauchmelder-Pflicht in Rheinland-Pfalz
In Rheinland-Pfalz besteht seit einigen Jahren eine gesetzliche Rauchmelder-Pflicht. Schlafzimmer, Kinderzimmer und Flure, die als Fluchtwege dienen, müssen mit Rauchwarnmeldern ausgestattet sein. Zuständig für die Installation ist in der Regel der Eigentümer. Die Wartung obliegt den Mietern, sofern im Mietvertrag keine andere Regelung getroffen wurde. Diese Vorschrift trägt maßgeblich dazu bei, die Zahl der Brandtoten zu reduzieren. Ob in dem Haus in Malborn Rauchmelder vorhanden waren, ist Gegenstand der Ermittlungen und wurde bislang nicht bestätigt.
Die polizeilichen Ermittlungen zu dem Brand dauern an. Weitere Informationen zu Ursache und Ablauf sind nicht öffentlich. Die Polizei prüft derzeit, ob Zeugen den Brand beobachtet haben. Weitere Informationen will sie veröffentlichen, sobald belastbare Erkenntnisse vorliegen.



