Als die Schüsse fielen, wurde aus dem friedlichen Kleingartenidyll in Berlin-Spandau ein Tatort. Der mutmaßliche CSD-Attentäter Abdul Ballout wurde am späten Nachmittag in der Kolonie Burgwallschanze von Polizisten erschossen. Die Anwohner, die gerade beim Grillen waren, erlebten die Situation als Schock. „Als die Schüsse fielen, ist mir ganz anders geworden“, zitierte der Tagesspiegel einen Laubenpieper.
Die Flucht in die Idylle
Ballout hatte sich nach der Tat am CSD-Wochenende offenbar in die ruhige Kleingartenanlage am Stadtrand zurückgezogen. Die Polizei stellte ihn dort, nachdem sie seine Spur aufgenommen hatte. Seerosen mit gelben Blüten treiben im Wasser, Bötchen liegen am Ufer – ein Ort der Ruhe, der nun zum Schauplatz eines tödlichen Polizeieinsatzes wurde. Die Frage, warum Ballout ausgerechnet dieses Versteck wählte, beschäftigt die Ermittler.
Die Reaktion der Anwohner
Für die Familien, die in der Kolonie grillten, war der Einsatz ein Schockerlebnis. „Wir haben plötzlich Schüsse gehört und wussten nicht, was los ist“, berichtete ein Zeuge. Die Polizei hatte die Gegend weiträumig abgesperrt. Nach ersten Erkenntnissen soll Ballout bewaffnet gewesen sein und die Beamten bedroht haben, woraufhin diese von ihrer Schusswaffe Gebrauch machten. Die genauen Umstände werden noch untersucht.
Polizeiliche Maßnahmen und Hintergründe
Der Einsatz war Teil einer groß angelegten Fahndung nach dem mutmaßlichen Attentäter, der am CSD-Wochenende einen Anschlag geplant haben soll. Laut Tagesspiegel hatte die Polizei Ballout bereits seit Stunden gesucht. Die Kolonie Burgwallschanze liegt im Bezirk Spandau, etwa 20 Kilometer vom Berliner Zentrum entfernt. Die Kleingärtner stehen nun unter Schock und versuchen, das Geschehen zu verarbeiten.
Auswirkungen auf die Gemeinschaft
Die Laubenpieper der Kolonie sind erschüttert. „So etwas passiert hier normalerweise nicht“, sagte ein langjähriges Mitglied. Der Vorfall hat die Idylle der Gartenanlage jäh zerstört. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, sich zu melden. Der Fall wirft auch Fragen nach der Sicherheit bei Großveranstaltungen wie dem CSD auf und nach der Wirksamkeit der Polizeiarbeit bei der Verfolgung von Tatverdächtigen.



