DLRG warnt: Drei Badetote im Juni in Brandenburg – Männer besonders gefährdet
DLRG warnt: Drei Badetote im Juni in Brandenburg

Mit Blick auf die Sommerferien mahnt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) zur Vorsicht an Brandenburger Seen und Flüssen. Im Juni sind in Brandenburg drei Menschen ertrunken, wie die DLRG mitteilt. Alle Verunglückten waren Männer, einer von ihnen kam beim Angeln ums Leben.

Bundesweit 99 Ertrunkene im Juni – Höchststand seit 2003

Bundesweit zählte die DLRG im Juni 99 Ertrunkene – so viele wie seit 2003 nicht mehr, als 107 Menschen starben. Rund 90 Prozent der Todesopfer waren männlich. 40 der Ertrunkenen waren jünger als 30 Jahre, 35 älter als 50 Jahre. In einigen Fällen blieb das Alter unbekannt.

DLRG-Präsidentin Ute Vogt mahnte zur Vorsicht: „Wir appellieren besonders an Jungen und Männer, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und auf riskante Aktionen zu verzichten. Es gibt im Badesee keinen Preis zu gewinnen – aber das Leben zu verlieren.“

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Ursachen: Überschätzung, Strömungen und Temperaturunterschiede

Viele Menschen unterschätzen Gefahren, vor allem bei Strömungen und Temperaturunterschieden, so die DLRG. Zudem könnten viele nicht ausreichend gut schwimmen oder überschätzten ihre Fähigkeiten. Weitere Risikofaktoren seien Sprünge ins flache und trübe Wasser sowie medizinische Notfälle.

Brandenburg verfügt über rund 3.000 Seen und 33.000 Kilometer Fließgewässer. Für dieses Jahr sind laut Umweltministerium 253 offizielle Badegewässer ausgewiesen. Die DLRG empfiehlt, nur an bewachten Badestellen ins Wasser zu gehen, nicht überhitzt hineinzuspringen und nicht unter Alkohol- oder Drogeneinfluss zu schwimmen. Kinder müssen stets beaufsichtigt werden.

Ehrenamtliche Rettungsschwimmer im Einsatz

Nach dem Hitzewochenende Ende Juni meldete die DLRG Brandenburg keine Badetoten, aber viele Menschen mit Kreislaufproblemen an den Badestellen. Die Rettungsschwimmer der DLRG sind ehrenamtlich tätig. Die Besetzung der Badestellen erfolgt in Absprache mit den Kommunen.

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