Verheerendes Doppelbeben in Venezuela
In Venezuela hat sich am gestrigen Abend ein schweres Doppelbeben ereignet, bei dem die Regierung Tausende Tote befürchtet. Die beiden Erdbeben folgten im Abstand von nur 39 Sekunden aufeinander. Das zweite Beben war das heftigste in dem südamerikanischen Land seit mehr als einem Jahrhundert. Die Millionenstadt Caracas liegt etwa 150 Kilometer östlich des Epizentrums, dennoch sind dort zahlreiche Gebäude eingestürzt.
Ursachen und Folgen der Erdbeben
Die Erdbeben ereigneten sich an der Grenze zwischen der karibischen und der südamerikanischen Erdplatte. Diese Platten haben unebene Kanten mit mehreren Verwerfungen, Brüchen und Rissen, was zu Spannungen führt, die sich plötzlich entladen. Da die Beben so dicht aufeinander folgten, stürzten viele Gebäude, die beim ersten Beben geschwächt wurden, erst beim zweiten Beben ein. Experten warnen vor weiteren Nachbeben, deren Zeitpunkt und Stärke jedoch nicht vorhersagbar sind.
Rechtsgutachten: AfD verfassungswidrig
Die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) hat ein rund 1500 Seiten langes Rechtsgutachten vorgelegt, das die AfD als verfassungswidrig einstuft. Laut GFF-Projektleiter Bijan Moini verstoße die Partei gegen das Demokratieprinzip und die Menschenwürde. Sie beabsichtige, politische Gegner zu unterdrücken, indem sie diese ohne Grund strafrechtlich verfolgen wolle. Zudem plane die AfD, Muslime, Menschen mit doppelter Staatsbürgerschaft und Schutzsuchende in ihrer Menschenwürde zu verletzen. Fünf Bundestagsabgeordnete von CDU, SPD, Grünen, Linken und SSW fordern nun ein Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht.
Schwierigkeiten bei der Einstufung
Die juristische Bewertung der AfD ist jedoch umstritten. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte im Frühjahr 2025 ein Gutachten mit über 1100 Seiten vorgelegt, um die gesamte Partei als gesichert rechtsextrem einzustufen. Das Verwaltungsgericht Köln kassierte diese Einstufung jedoch im Februar. Der Ausgang des Verfahrens bleibt offen.
WM-Schiedsrichterin Tori Penso
Die US-Amerikanerin Tori Penso wird heute um 22 Uhr MESZ das WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Ecuador leiten. Penso ist ein Überraschungsstar des Turniers. Beim bisher einzigen Einsatz eines rein weiblichen Schiedsrichtergespanns bei der WM – Tschechien gegen Südafrika – überzeugte sie mit ihrer Leistung. Deutschlands ehemaliger Topschiedsrichter Patrick Ittrich bezeichnete ihre Arbeit als die mit Abstand beste bislang bei dieser WM. Penso, Mutter von drei Töchtern, arbeitete bis 2019 Vollzeit in einer Werbeagentur und pfiff erst im September 2020 als erste Frau seit 20 Jahren ein reguläres MLS-Spiel.
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Erstmals in seiner 132-jährigen Geschichte beteiligt das IOC die Athleten an seinen Einnahmen – 10.000 US-Dollar pro Athlet, auch für Sportmillionäre. Der Völkerrechtsexperte Philippe Sands erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Die EU-Staaten stimmen einem Zollabkommen mit den USA zu. Im Interview verrät der Abiturient Alexander Jorias, der mit 900 von 900 Punkten die Bestnote 0,67 erreichte, wie er mit KI-Unterstützung gelernt hat.



