In Marienmünster in Nordrhein-Westfalen hat ein Unbekannter in der Nacht auf Donnerstag ein Fohlen auf einer Weide verletzt. Das erst wenige Wochen alte Tier erlitt eine Schnittwunde am Unterbauch. Es ist bereits die dritte bekannte Attacke auf ein Pferd innerhalb weniger Wochen. Die Polizei ermittelt.
Fohlen mit Schnittwunde entdeckt
Der Besitzer entdeckte das verletzte Hengstfohlen am Donnerstagmorgen gegen 7.50 Uhr auf einer Weide bei Papenhöfen. Nach Angaben der Polizei hatte das Anfang Mai geborene Tier eine Schnittwunde am Unterbauch zwischen den Vorderbeinen. Zwar wurden die Beine nicht direkt verletzt, das Fohlen lahmt jedoch und musste tierärztlich behandelt werden.
Das junge Pferd stand gemeinsam mit seinen Elterntieren auf der Weide. Nach Einschätzung der Ermittler deutet die Art der Verletzung darauf hin, dass sie dem Fohlen absichtlich zugefügt wurde. Die Tat soll sich zwischen Mittwochabend, 22 Uhr, und Donnerstagmorgen ereignet haben.
Zwei weitere Pferde verletzt
Es ist bereits der dritte Fall dieser Art in der Großgemeinde Marienmünster. Anfang Juni wurde eine einjährige Pinto-Stute auf einer Weide in Altenbergen so schwer an beiden Hinterläufen verletzt, dass sie eingeschläfert werden musste. Ende Juni entdeckten Besitzer ein weiteres Fohlen mit einer tiefen Schnittwunde an einem Hinterbein in einer Pferdebox. Nun prüfen die Ermittler, ob zwischen allen drei Taten ein Zusammenhang besteht.
Besitzer setzt Belohnung aus
Vor allem der erste Fall sorgte für Entsetzen. Die einjährige Pinto-Stute war auf einer Weide mit schweren Verletzungen an beiden Hinterläufen gefunden worden. Nach Angaben der Besitzer waren Muskeln durchtrennt und Knochen gebrochen. Das Tier musste eingeschläfert werden.
Pferdezüchter Thomas Graßhoff sagte in der WDR-Sendung Lokalzeit: „Sie wurde maximal misshandelt. Man sieht ein Pferd, was sich quält. Ich hatte sofort Tränen in den Augen. Man fragt sich einfach: Warum?“ Seine Familie hat inzwischen 8000 Euro Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zur Ermittlung des Täters führen.
Polizei erhöht Präsenz in der Gegend
Nach den jüngsten Vorfällen hat die Polizei ihre Präsenz in Marienmünster und Umgebung erhöht. Die Beamten wollen verstärkt Streife fahren und bitten Zeugen um Hinweise. Gesucht werden insbesondere Personen, die in der Nacht auf Donnerstag im Bereich Papenhöfen oder Altenbergen verdächtige Menschen oder Fahrzeuge beobachtet haben. Hinweise nimmt die Polizei Höxter unter der Telefonnummer 05271/962-0 entgegen.



