Razzia gegen türkische Erpresser-Mafia in Berlin
Erneute Razzia gegen türkische Erpresser-Mafia in Berlin

Erneute Razzia gegen türkische Erpresser-Mafia in Berlin

Die Berliner Polizei und Staatsanwaltschaft verschärfen das Vorgehen gegen mutmaßliche kriminelle Gruppen, die für Schießereien und Erpressungen von Geschäftsleuten verantwortlich gemacht werden. Am Mittwoch führte das Landeskriminalamt (LKA) eine weitere groß angelegte Razzia gegen diese Teile der organisierten Kriminalität durch, wie die Staatsanwaltschaft auf Anfrage der Zeitung „B.Z.“ bestätigte.

Zahlreiche Wohnungen in Berlin wurden von Polizisten durchsucht, unter anderem im Stadtteil Kreuzberg. Auch in Brandenburg und Sachsen-Anhalt fanden Einsätze statt. Spezialeinsatzkommandos (SEK) unterstützten die Durchsuchungen. Weitere Details sollten im Laufe des Tages veröffentlicht werden.

Seit Herbst 2025 hat die Polizei ihre Maßnahmen intensiviert. Im November wurde die Sondereinheit „Ferrum“ gegründet, um gegen die gewalttätigen Gruppen und die Schusswaffenkriminalität vorzugehen. Im Fokus der Ermittler stehen Banden, deren Anführer aus der Türkei operieren und in Berlin sowie anderen Städten türkisch- und kurdischstämmige Ladenbesitzer bedrohen, um hohe Geldsummen zu erpressen.

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Nach Polizeierkenntnissen werden dazu junge Männer aus der Türkei für kurze Zeit eingeflogen. Sie erhalten Aufträge für Schüsse auf Geschäfte, Autos oder sogar Menschen und verschwinden nach ein bis zwei Wochen wieder aus Deutschland. Die Kommunikation läuft oft über Internetportale oder Chatgruppen. Die „B.Z.“ berichtet von sogenannten „Shootern“, sehr jungen Männern, die für kurze Zeit in speziell angemieteten Wohnungen untergebracht sind.

In den vergangenen Monaten konnte die Polizei zahlreiche Verdächtige festnehmen. Viele Pistolen und Munition wurden beschlagnahmt. Ende Mai saßen laut Ermittlern knapp 30 mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft. Weitere Beschuldigte stehen bereits vor Gericht. Insgesamt laufen weit mehr als 100 Ermittlungsverfahren.

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