Notfall-Sanitäterin: Erste Hilfe bei Sex-Unfällen – So reagieren Sie richtig
Erste Hilfe bei Sex-Unfällen: Expertin klärt auf

Sex kann leidenschaftlich und auch mal härter sein, doch wenn die Grenzen überschritten werden, drohen gefährliche Unfälle – sogar mit Todesfolge. Svenja (38), seit 15 Jahren Notfallsanitäterin, war bereits mehrfach bei solchen dramatischen Einsätzen. Im Interview mit BILDplus klärt sie über die häufigsten Sex-Unfälle auf, gibt Präventionstipps und erklärt, wie man im Ernstfall richtig Erste Hilfe leistet.

Häufige Sex-Unfälle: Von Stolpern bis Atemnot

Laut Svenja zählen Stürze aus dem Bett oder von Möbeln, Verletzungen durch Gegenstände sowie Atemprobleme bei Bondage oder SM-Spielen zu den häufigsten Notfällen. Besonders tückisch seien Masken oder Knebel, die die Atemwege blockieren können. „Wir hatten einen Fall, bei dem ein Mann eine Maske trug und ohnmächtig wurde, weil er nicht mehr richtig atmen konnte“, berichtet die Sanitäterin.

Prävention: So vermeiden Sie gefährliche Situationen

Um Unfälle zu vermeiden, rät Svenja zu klaren Absprachen und Sicherheitsvorkehrungen. „Bei SM-Spielen sollten immer Sicherheitsscheren in Reichweite sein, um Fesseln oder Masken schnell zu lösen.“ Zudem sei ein Safeword unerlässlich. Auch die Umgebung spiele eine Rolle: „Scharfe Kanten oder rutschige Böden sind Risikofaktoren – räumen Sie den Raum frei.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Erste Hilfe bei Sex-Unfällen: So handeln Sie richtig

Im Ernstfall zählt jede Sekunde. Svenja betont: „Bewahren Sie Ruhe und prüfen Sie zuerst die Vitalfunktionen – Atmung und Bewusstsein.“ Bei Bewusstlosigkeit: Stabile Seitenlage und Notruf (112) wählen. Bei Atemstillstand sofort mit der Herzdruckmassage beginnen (30 Mal drücken, 2 Mal beatmen). „Viele zögern aus Scham – aber das kostet Leben“, warnt die Expertin. Verletzungen wie Schnitte oder Prellungen sollten mit Druckverbänden versorgt werden.

Wann ist ein Arztbesuch nötig?

Nicht jeder Unfall erfordert einen Notarzt. Svenja rät: „Bei starken Schmerzen, anhaltender Übelkeit oder Bewusstseinsstörungen immer den Rettungsdienst rufen.“ Auch wenn Gegenstände im Körper stecken bleiben oder ungewöhnliche Blutungen auftreten, ist Vorsicht geboten. „Im Zweifel lieber einmal zu viel den Notarzt rufen.“

Die vollständigen Details und weitere Tipps lesen Sie exklusiv mit BILDplus.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration