Angriff bei Fahrkartenkontrolle: Mann jagt Schaffner und Kinder mit Messer
Am Mittwochmorgen ereignete sich am Bahnhof Ruhpolding im bayerischen Chiemgau ein schockierender Vorfall. Ein 28-jähriger Afghane zog plötzlich ein Messer und bedrohte einen Schaffner sowie zahlreiche Schulkinder. Der Auslöser war eine routinemäßige Fahrkartenkontrolle im Regionalzug.
Der Zug hatte in dem idyllischen 7000-Einwohner-Dorf Ruhpolding gehalten. Als der Schaffner die Fahrscheine kontrollieren wollte, rastete der Afghane aus. Er zückte ein Messer und jagte den Bahnmitarbeiter sowie die anwesenden Kinder und Jugendlichen. Die Situation eskalierte auf dem Bahnsteig.
Panik am Bahnsteig: Kinder fliehen aus dem Bahnhof
Überwachungskameraaufnahmen zeigen, wie Kinder, Jugendliche und Erwachsene panisch aus dem Bahnhofsgebäude rennen. Am Ende des Videos ist der mutmaßliche Angreifer zu sehen, der in seiner rechten Hand ein Messer hält und einen Mann bedroht, der nur wenige Zentimeter vor ihm flieht. Ein Sprecher der Polizei bestätigte BILD das Geschehen.
Drei Kinder verletzten sich bei dem Vorfall leicht. Insgesamt wurden 43 Kinder und Jugendliche sowie 15 Erwachsene vor Ort in einer Turnhalle betreut. Die Bundespolizei konnte den flüchtigen Angreifer wenig später im Bereich des Kurparks in Ruhpolding stellen. Nach Aufforderung ließ er das Messer fallen und wurde festgenommen. Er sitzt mittlerweile in Gewahrsam. Sein Motiv ist bislang unbekannt.
Zeugenaufruf und weiterer Vorfall in Hamburg
Die Bundespolizeiinspektion Freilassing bittet Zeugen, die die Tat beobachtet haben oder selbst bedroht wurden, sich unter der Telefonnummer 08654/7706-0 zu melden. Bereits am Dienstagabend wurde ein Bahnmitarbeiter (38) in Hamburg am S-Bahnhof Neugraben von einem Unbekannten angegriffen und verletzt. Zeugen griffen ein, woraufhin der Täter flüchtete. Der Verletzte wurde ins Krankenhaus gebracht.



