In Neukölln schreitet der Ausverkauf von Wohnhäusern an Investoren voran. Immer mehr Bewohner werden aus ihren Kiezen verdrängt. Ein Überblick über die brisantesten Fälle – und wo der Verkauf an Investoren verhindert werden konnte.
„Rendite tötet Kieze“: Mieter kämpfen um ihr Zuhause
Das Wohnhaus am Richardplatz wurde verkauft. „Rendite tötet Kieze“, sagen die Mieter, die um ihr Zuhause kämpfen. Der Verkauf an einen Investor sorgt für Unruhe im Viertel. Viele befürchten steigende Mieten und Verdrängung.
Weitere brisante Fälle in Neukölln
Neben dem Richardplatz gibt es weitere Fälle, in denen Wohnhäuser an Investoren verkauft wurden. Betroffen sind unter anderem Häuser in der Sonnenallee und der Karl-Marx-Straße. Die Mieterinitiativen protestieren gegen die Entwicklung.
Erfolge im Kampf gegen Verdrängung
Doch es gibt auch Erfolge: In einigen Fällen konnte der Verkauf an Investoren verhindert werden. So blieb ein Haus in der Weserstraße in Gemeinschaftsbesitz. „Wir haben gezeigt, dass es anders geht“, sagt ein Sprecher der Initiative.
Die Bezirksreporterin Miriam Schaptke berichtet: „Die Menschen werden aus den Kiezen verdrängt. Der Druck auf die Mieter steigt.“ Laut einer Studie der Senatsverwaltung sind in den letzten fünf Jahren 15 Prozent der Mietwohnungen in Neukölln in den Besitz von Investoren übergegangen.
Ausblick und Forderungen
Die Bezirkspolitik fordert mehr Schutz für Mieter. „Wir brauchen eine soziale Erhaltungsverordnung für ganz Neukölln“, sagt Bezirksstadtrat Jochen Biedermann (Grüne). Die Initiative „Rendite tötet Kieze“ plant weitere Proteste.



