Millionen Fernsehzuschauer kennen Hanka Rackwitz (57) aus der VOX-Sendung „mieten, kaufen, wohnen“ und dem RTL-Dschungelcamp. Jetzt tauscht die TV-Bekanntheit Kameras und Promi-Leben gegen Zapfhahn und Currywurst. Im 270-Einwohner-Dorf Freist in Sachsen-Anhalt hat Rackwitz den traditionsreichen „Dorfkrug“ übernommen.
Herausforderung für die ehemalige Reality-TV-Kandidatin
Damit stellt sie sich einer ziemlich großen Herausforderung: Denn die ehemalige Reality-TV-Kandidatin kämpfte jahrzehntelang mit Zwängen und Ängsten. 2017 sprach sie im Dschungelcamp erstmals offen darüber. Dass sie einmal eine Gaststätte führen würde, hielt sie selbst lange für unvorstellbar. „Wenn ich die Zwänge noch hätte, würde nichts von dem gehen, was ich hier tue“, sagt Rackwitz gegenüber RTL. Was sie meint: „Ich habe heute fremden Urin weggemacht.“
Unterstützung von Ex-Partner Pierre
Er soll sie im Dorfkrug unterstützen: Hanka Rackwitz und Pierre (55). Früher waren die beiden ein Paar, heute sind sie Geschäftspartner. Pierre packt beim Umbau und den Vorbereitungen mit an.
Gaststube, Saal, Bowlingbahn und Biergarten
Der Weg nach Freist begann eher zufällig. Ein Bekannter machte sie auf den leerstehenden Dorfkrug aufmerksam. Als sie das mehr als 100 Jahre alte Gasthaus zum ersten Mal sah, sei sie sofort begeistert gewesen. Eine Gaststube, ein Saal, eine Bowlingbahn und ein Biergarten gehören zum Dorfkrug dazu. Bürgermeister Jens Denner und Einwohner hätten ihr früh signalisiert, dass sie den Dorfkrug unbedingt wiederbeleben wollen.
„Ich bin eine Dorfmaus“
Noch lebt die gebürtige Dresdnerin in München. Künftig soll aber Freist ihr neues Zuhause werden. „Ich bin eine Dorfmaus“, sagt sie über sich selbst. Und sie hat große Pläne: Der Dorfkrug soll mehr werden als eine Gaststätte. Rackwitz träumt von Karaoke-Abenden, Bingo-Spielen und Sonntagsbrunch mit Picknickdecke. „Ich möchte Menschen eine gute Zeit machen“, sagt sie.
Das kommt bei Hanka auf den Teller
Statt klassischer Kneipenküche setzt sie auf hausgemachte Gerichte und regionale Zutaten. Zu ihren Ideen gehören laut „Mitteldeutscher Zeitung“: „Rote-Bete-Carpaccio mit karamellisiertem Apfel und Meerrettichschaum, Chili-Cheeseburger in verschiedenen Schärfegraden, dazu Long Fries und Coleslaw“. Zur Eröffnung des Dorfkrugs am vergangenen Sonntag seien rund 40 Gäste gekommen. Bis zum Dorffest im September soll der Dorfkrug wieder fester Bestandteil des Dorflebens werden.



