Zwölf Jahre lang stand Johannes Schröder als Gymnasiallehrer vor Schülern. Heute ist er hauptberuflich Comedian. Im Interview mit dem Tagesspiegel spricht er über seine Schulzeit, die Rolle der Schule und seinen Rat an Abiturienten. Besonders deutlich wird er beim Thema soziale Medien: „Die sozialen Medien rauben den Jugendlichen die Seele“, sagt Schröder.
Schule als Kratzbaum des Lebens
Auf die Frage, warum Schule „auch immer ein bisschen scheiße sein muss“, antwortet Schröder: „Ja, zum Glück erfüllt Schule diese wichtige pädagogische Funktion nach wie vor. Durch diese ‚Scheißigkeit‘ erhalten die Schüler den entscheidenden Abstoßungsimpuls, der sie ins Leben katapultiert, hinaus in die Welt sozusagen. Als eine Art Gegenbewegung oder Widerstand, an dem sie sich reiben können. Schule als der Kratzbaum des Lebens.“
Kritik an sozialen Medien
Schröder, der selbst lange als Lehrer arbeitete, beobachtet mit Sorge, wie soziale Medien die Entwicklung junger Menschen beeinflussen. „Sie rauben den Jugendlichen die Seele“, betont er. Die ständige Verfügbarkeit und der Druck, sich zu präsentieren, führten zu einer Oberflächlichkeit, die echte Begegnungen und Tiefe verhindere. Er rät Jugendlichen, bewusster mit digitalen Medien umzugehen und sich mehr auf reale Erfahrungen zu konzentrieren.
Rat an Abiturienten
Für Abiturienten hat Schröder einen klaren Rat: „Macht nicht nur das, was von euch erwartet wird. Sucht euch etwas, das euch wirklich begeistert, auch wenn es ungewöhnlich ist.“ Er selbst habe nach dem Abitur zunächst Lehramt studiert, obwohl er eigentlich zur Bühne wollte. Erst später wagte er den Schritt in die Comedy. „Es ist nie zu spät, den eigenen Weg zu gehen“, so Schröder.
Das vollständige Interview lesen Sie im Tagesspiegel Plus.



