Jugendwort 2026: Top 10 Finalisten – Bedeutung und Voting-Start
Jugendwort 2026: Top 10 Finalisten – Bedeutung und Voting

Jugendwort des Jahres 2026: Die Finalisten stehen fest

Jugendliche zwischen elf und 20 Jahren entscheiden auch in diesem Jahr wieder, welcher Begriff das „Jugendwort des Jahres“ wird. Die zehn Finalisten wurden nun vom Pons-Langenscheidt-Verlag bekannt gegeben. Die Abstimmung läuft bis zum 20. August, anschließend wird über die Top 3 abgestimmt. Der Sieger wird am 10. Oktober verkündet. Im vergangenen Jahr gewann der Ausdruck „das crazy“.

Die aktuellen Kandidaten spiegeln Trends aus sozialen Medien wie TikTok, YouTube und Instagram wider. Viele Ausdrücke stammen aus der Gaming-Szene oder viralen Songs. Ein besonders häufig eingereichter Begriff wurde jedoch von der Jury nicht zugelassen: „Mehrzweckeier“ – eine Abwandlung von „Merz leck Eier“, die auf eine Kampagne zurückgeht und als persönliche Beleidigung gewertet wurde.

Die zehn Kandidaten im Detail

„67“ (gesprochen „six seven“): Diese Zahlenfolge ist ein Insider aus der TikTok- und Basketball-Community, bekannt durch den Song „Doot Doot (67)“ des Rappers Skrilla. Sie wird je nach Situation verwendet und mit einer abwägenden Handbewegung begleitet.

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„Crashout“: Wer die Fassung verliert oder extrem emotional reagiert, erlebt einen „Crashout“. Der Begriff kann ernst oder ironisch gemeint sein, etwa: „Wenn mein Akku gleich ausgeht, gehe ich Crashout.“

„Digga“: Ein Klassiker, der immer wieder in der Endauswahl landet. Er dient als Anrede für Bruder, Kumpel oder jedermann: „Digga, was war das denn?!“

„Du bist gut genug“: Diese Phrase stammt aus dem viralen Song des Produzentenduos Kitschkrieg mit Blumengarten und Shirin David. Auf TikTok wird sie zu „Arbeitszeitbetruuuuug“ oder „Es ist warm genuuuuug“ abgewandelt.

„Gute Käse“: Ein Lob oder Zustimmung für etwas, das richtig gut oder stabil ist. Die wörtliche Bedeutung spielt keine Rolle: „Der Song ist wirklich gute Käse.“

„Macker“: Der Begriff erlebt ein Revival und wird für Freund, Crush oder Kumpel verwendet, oft ironisch oder liebevoll: „Mein Macker kommt später noch vorbei.“

„Peak“: Aus dem Englischen für „Gipfel“ – bezeichnet das Beste vom Besten: „Das Konzert war echt Peak.“

„Ragebait“: Inhalte, die absichtlich provozieren, um Wut und damit Interaktionen zu erzeugen. Ähnlich wie Clickbait, aber mit provokanten Thesen oder Falschbehauptungen.

„Schere“: Aus der Gaming-Szene – bedeutet „Mein Fehler“ und wird zur Entschuldigung verwendet: „Schere. Habe mich wochenlang nicht gemeldet.“

„Süper“: Vom türkischen „süper“ für „super“, bekannt durch ein virales Video eines Ultramarathonläufers.

Ausgeschlossen: „Mehrzweckeier“

Der Verlag Pons Langenscheidt erklärte: „Die Wahl des Jugendwortes lebt von dem, was junge Menschen bewegt, und wie sie die Welt wahrnehmen. Deshalb nehmen wir die Einreichungsphase sehr ernst.“ Daher wurde „Mehrzweckeier“ gestrichen, da es auf eine Kampagne zurückgeht und eine persönliche Beleidigung darstellt. Der Begriff ist eine Abwandlung von „Merz leck Eier“, der bei Schülerprotesten gegen die Wehrpflicht in Berlin auftauchte und zu Ermittlungen wegen Verleumdung gegen einen 18-Jährigen führte.

Boomerwort des Jahres: Parallelwahl auf TikTok

Parallel zur Jugendwort-Wahl sucht der Content-Creator Levi Penell auf TikTok und Instagram das „Boomerwort des Jahres“. Er erklärte: „Wir hatten lange Zeit das Gefühl, die Boomer wollen uns erklären, was die Jugendsprache ist. Und oft waren es dann Worte, die man als Jugendlicher noch gar nicht gehört hat.“ 2024 gewann „Sportsfreund“, 2025 „Baujahr“. Die Abstimmung dazu läuft ebenfalls auf seinen Kanälen.

Wer bis zum 20. August mitentscheiden möchte, kann auf der Website von Langenscheidt abstimmen. Die endgültige Verkündung des Jugendworts erfolgt am 10. Oktober.

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