Köpenicker Altstadt: Bauverzögerung bedroht Existenz von Café-Betreibern
Köpenick: Bauverzögerung gefährdet Cafés

Die Köpenicker Altstadt bleibt länger eine Großbaustelle als geplant. Seit Anfang 2025 sind große Teile des historischen Zentrums wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten gesperrt. Eigentlich sollten die Bauarbeiten im Herbst 2027 abgeschlossen sein, doch nun ist der Zeitplan geplatzt. Das berichtet der Tagesspiegel.

BVG und Berliner Wasserbetriebe verzögern sich

Die Bauarbeiten der BVG und der Berliner Wasserbetriebe in der Köpenicker Altstadt verzögern sich. Seit Februar 2025 erneuern die beiden Unternehmen in einer konzertierten Aktion sowohl die alten Wasser- und Abwasserleitungen als auch abgenutzte Schienen und Weichen der Tramgleise. Zudem werden mehrere Haltestellen barrierefrei umgebaut. Die Maßnahmen sind Teil einer notwendigen Infrastrukturmodernisierung, doch die Anwohner und Geschäftsleute leiden unter den Folgen.

Café-Betreiberin fürchtet um ihre Existenz

Eine Café-Betreiberin aus der Altstadt äußerte gegenüber dem Tagesspiegel ihre Existenzangst. „Wenn die Baustelle noch länger dauert, kann ich mein Geschäft nicht mehr halten“, sagte sie. Die Umsätze seien bereits drastisch eingebrochen, da viele Kunden die gesperrte Altstadt meiden. Auch andere Gewerbetreibende berichten von Umsatzrückgängen von bis zu 50 Prozent.

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Kein neuer Termin für Bauende

Die Verzögerung der Bauarbeiten ist auf unerwartete technische Schwierigkeiten zurückzuführen. Ein neuer Termin für das Bauende steht noch nicht fest. Die BVG und die Berliner Wasserbetriebe arbeiten nach eigenen Angaben mit Hochdruck daran, die Verzögerung so gering wie möglich zu halten. Dennoch bleibt die Unsicherheit für die betroffenen Geschäfte groß.

Hintergrund der Sanierung

Die Sanierung der Köpenicker Altstadt ist dringend notwendig. Die Wasser- und Abwasserleitungen stammen teilweise aus der Kaiserzeit und sind stark marode. Auch die Tramgleise und Weichen sind verschlissen und müssen erneuert werden. Der barrierefreie Umbau der Haltestellen soll die Mobilität für alle Bürger verbessern. Die Bauarbeiten sind Teil eines größeren Investitionsprogramms der Stadt Berlin zur Modernisierung der Infrastruktur.

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