Lebenslange Haft für Mord an Ehefrau in Wallersdorf
Lebenslange Haft für Mord an Ehefrau in Wallersdorf

Das Landgericht Landshut hat einen Mann wegen Mordes an seiner Ehefrau zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Die Tat ereignete sich in Wallersdorf (Niederbayern). Wie ein Gerichtssprecher mitteilte, beging der Verurteilte die Tat nach Überzeugung der Strafkammer aus niederen Beweggründen – einem Mordmerkmal.

Urteil folgt weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft

Das Gericht folgte mit seinem Urteil vom Donnerstag weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft, stellte jedoch nicht die besondere Schwere der Schuld fest. Der Mann war bereits im Dezember 2025 in Untersuchungshaft genommen worden, nachdem er seiner Frau in Wallersdorf aufgelauert und sie getötet hatte.

Jahrelange Misshandlung und Besitzdenken

Laut Anklage hatte der Mann seine Frau über Jahre hinweg schwer misshandelt. Die Beziehung sei von starkem Besitzdenken des Mannes geprägt gewesen, der sich sehr bestimmend gegenüber seiner Frau verhalten habe. Dies habe dazu geführt, dass die Frau beabsichtigte, sich von ihm zu trennen.

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Dem Mann war zudem ein Kontaktverbot nach dem Gewaltschutzgesetz erteilt worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kam er jedoch wenig später wieder zu abgesprochenen Zeiten zum Besuch der Kinder in das gemeinsame Wohnhaus. Kurz darauf habe ihm seine Frau endgültig klargemacht, dass sie sich scheiden lassen wolle. Daraufhin habe er sich bewusst entschlossen, sie zu töten.

Verteidigung plädierte auf Totschlag

Die Verteidigung des Mannes beantragte im Verfahren eine Verurteilung wegen Totschlags. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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