Leserbriefe: Warkens Pflege-Reform lässt Menschen verzweifeln
Leserbriefe: Pflege-Reform lässt Menschen verzweifeln

Warkens Pflege-Reform: Scharfe Kritik von Lesern

Die Pläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zur Pflege der Zukunft stoßen auf massive Kritik. In Leserbriefen an die Berliner Morgenpost äußern sich Betroffene empört über die geplanten Maßnahmen. Besonders die Streichung von Rentenansprüchen für pflegende Angehörige schwerstbehinderter Menschen sorgt für Unverständnis.

„Das sprengt die Kette von Anstand und Moral“

Thomas Hansen schreibt: „Nicht nur chronisch Kranke werden die geplanten Verteuerungen bzw. Zuzahlungen zu benötigten Medikamenten zähneknirschend zur Kenntnis nehmen müssen. Finanziell schwache Haushalte werden notgedrungen an anderer Stelle sparen müssen, ob das aber hilfreich ist, ist mit großen Zweifeln behaftet.“ Viel schlimmer sei jedoch die prekäre Situation für die Schwächsten der Gesellschaft. „Laut einem Plan der Ministerin: Wer schwerstbehinderte Angehörige zu Hause pflegt, soll weniger Rente (ca. 30 Prozent) erhalten. Das sprengt meiner Ansicht nach schlicht die Kette von Anstand und Moral und lässt die Leute garantiert schier verzweifeln. Sie kommen jetzt schon kaum über die Runden, und das wird ihnen den Rest geben.“

Hitze in Deutschland: „Gesunder Menschenverstand flöten gegangen?“

Zum Artikel „Bevölkerungsschutz warnt in Berlin – extreme Hitze, wenig Abkühlung“ vom 20. Juni äußert sich Klaus P. Jaworek: „Gut, dass es noch Menschen im Land gibt, die noch nicht vergessen haben, dass es im Sommer und nicht nur da, auch mal sehr heiß werden kann. Die Photovoltaik-Anlagen an Haus und Flur werden jubeln und mehr Energie liefern, als Deutschland um 12 Uhr Mittag brauchen kann.“ Er sei seit Jahrzehnten auf der Erde unterwegs und habe unterschiedliche Jahreszeiten erlebt. „Ich habe bisher alles gut überlebt, und ich verstehe deshalb nicht, warum der gesunde Menschenverstand bei uns flöten gegangen sein soll, wenn ich lese, sehe und höre, wie man sich, wie jetzt, wo es für ein paar Tage heiß werden könnte, ‚klimatechnisch benehmen‘ soll.“

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Opernaufführung „Zar und Zimmermann“: Kritik an Inszenierung

Christine Horn kommentiert den Artikel „Berlins größtes Operngenie kehrt heim: ‚Zar und Zimmermann‘“ vom 21. Juni. Sie bedauert, dass Opernhäuser berühmte deutsche Spielopern-Komponisten wie Lortzing nicht mehr aufführen. „Desto gespannter durfte man auf die Aufführung von ‚Zar und Zimmermann‘ sein.“ Sie lobt den historischen Bezug und die Arie „Einst spielt ich mit Zepter“, bei der Bismarck geweint haben soll. Allerdings kritisiert sie die Inszenierung von Herrn Berger: „Werkstreue – Fehlanzeige, ein versteppter Holzschuhtanz – wozu? Stimmlich überzeugende Sänger in der Bismarckstraße kann man ja wohl verlangen.“

Rentenreform: „Politiker sind selbst überversorgt“

Johnas Raffre schreibt zur Rentenreform: „Ja, die Personen, die den Stab über dem Volk brechen, sind selber überversorgt. Nicht nur, dass unsere Politiker unangemessene Ruhegehälter beziehen, sie haben in den letzten Jahrzehnten immer die kommenden Probleme ignoriert. Jetzt, wo das Geld knapp ist, ist natürlich die eigene Tasche am nächsten.“ Ulrike Schwarz ergänzt: „Politiker und einige sogenannte Experten sitzen im stillen Kämmerlein zusammen, um etwas auszuhecken, das diese Politiker und Experten nie selbst betreffen dürfte. Es geht um das Überleben der Rente und um das Überleben der Rentner mit dieser Rente. Der Staat hat für alles Mögliche sehr viel Geld, geht es jedoch um die Versorgung der Rentner, dann ist auf einmal Ebbe in der Kasse.“

Meloni gegen Trump: „Aussage gegen Aussage“

Horst Ahlers äußert sich zum Kommentar „Meloni gegen Trump: Eine Frau zeigt dem Bully, was Selbstachtung ist“. Er widerspricht der Darstellung: „Wieso meint Herr Hautkapp, dass Trump lügt? Das Verhältnis zu Meloni war wegen der Sperrung der Überflugrechte angespannt. Frau Meloni behauptete, ‚alles sei gut‘. Trump hat ihr den Gefallen getan, weil er auf dem G7-Gipfel nicht für einen Eklat sorgen wollte. Es steht Aussage gegen Aussage und ich glaube Trump.“ Er kritisiert zudem, dass der Reporter, der den Sachartikel schrieb, auch den Kommentar verfasste.

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