Lesermeinungen: CDU-Kurve, NFL, Grillen, Vandalismus
Lesermeinungen: CDU-Kurve, NFL, Grillen, Vandalismus

Lesermeinungen: Vielfältige Stimmen zu aktuellen Berliner Themen

In den Leserbriefen an die Berliner Morgenpost vom 12. Juni 2026 werden verschiedene lokale Themen aufgegriffen. Die Kommentare reichen von der Kür des CDU-Spitzenkandidaten Kai Wegner über das NFL-Spiel in Berlin bis hin zu Grillverboten und Vandalismus in öffentlichen Anlagen.

Kai Wegner als Spitzenkandidat der CDU

Andreas Müller-Reichenwallner schreibt: „Da hat die CDU gerade noch mal die Kurve gekriegt.“ Mit überwältigender Mehrheit wurde Kai Wegner zum Spitzenkandidaten für die Abgeordnetenhauswahl gekürt. Dies sei alternativlos gewesen, da ein Personalwechsel kurz vor der Wahl nicht möglich sei. Berlin stehe vor einer Richtungswahl, bei der es um die Frage gehe, ob eine linke Mehrheit entstehe oder die CDU einen Koalitionspartner finde. Die Linke sei sehr links, die Grünen linker als im Bund. Die SPD mit ihrem unbekannten Spitzenkandidaten – warum kneife Herr Saleh? – werde eventuell nicht stärkste Kraft der linken Seite. Franziska Giffey sei vor drei Jahren vor einer linken Mehrheit geflohen. Ob sich die SPD wieder unter das Joch der CDU begebe und ob CDU und SPD eine Mehrheit fänden, sei offen. Nun seien die linken Parteien gefragt, eine Mehrheit zu bilden, um die AfD zu verhindern. Es werde spannend am 20. September.

NFL-Spiel in Berlin: Wirtschaftlicher Erfolg und friedliche Atmosphäre

Stephan Dehn kommentiert den Artikel über die finanziellen Effekte des NFL-Spiels: Für American-Football-Fans sei es die Bestätigung, dass das Spiel höchsten Genuss bot und das Geld stimmte. Die Entscheidung für Berlin und die finanzielle Unterstützung seien nicht unumstritten gewesen. Ein Aspekt sei jedoch bisher außer Acht geblieben: American Football sei auf den Rängen ein friedvoller und familientauglicher Massensport. Fans aller Farben feierten gemeinsam. Die Nulltoleranz gegenüber Gewalt sei hier Realität, nicht nur Postulat wie im Fußball. Vielleicht sollte der Aufwand für Sicherheitskräfte in die Kosten-Nutzen-Rechnung einfließen. Noch nie habe man so wenig Polizei bei einem Spektakel für Zehntausende gesehen. Hoffentlich nehme König Fußball dies zur Kenntnis und teile es seinen Untertanen mit.

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Grillverbot im Park: Zustimmung aus dem Wedding

Matthias Kerl aus dem Wedding genießt das Grillverbot im Schillerpark. Man treffe sich dennoch, Großfamilien verbringen das Wochenende auf Campingmobiliar, Kinder spielen, Ältere trinken Tee oder Bier, es werde gemeinsam gegessen – aber ohne Grill, keine Rauchschwaden. Die Musikbeschallung halte sich in Grenzen. Friede, Freude, Eierkuchen. In Friedrichshain/Xberg laufe dagegen etwas falsch mit dem Anspruch auf rücksichtslose Raumnahme. Diesen Anspruch verstehe er nicht.

Vandalismus an öffentlichen Anlagen

Eva Caemmerer berichtet von der erneuten Zerstörung der Plansche in Prenzlauer Berg, die nach teurer Restaurierung nur eineinhalb Tage hielt. Auch der Zeltinger Platz in Frohnau wurde nach Renovierung schnell beschmiert. Dies seien keine Dummejungenstreiche, sondern kriminelle Taten. Vandalismus mache vor Kulturgütern, öffentlichen Einrichtungen und Friedhöfen nicht halt. Sie fordert sofortige Videoüberwachung zur Abschreckung.

Ex-Staatssekretär und die Kosten für den Senat

Gerhard Bornmann kritisiert die Farce um den Ex-Staatssekretär, der den Senat 100.000 Euro kosten könnte. Warum habe niemand geprüft, dass dieser Mann aufgrund von Ermittlungen wegen Insolvenzstraftaten kein unbescholtener Bewerber sei? Wenn er dies bei seiner Anstellung verschwiegen habe, sei das Böswilligkeit und Täuschung.

Die Leserbriefe geben die Meinung der Leser wieder, nicht die der Redaktion. Aufgrund der großen Zahl an Zuschriften können nicht alle veröffentlicht werden. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

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