Lesermeinungen: Giffey als Bürgermeisterin? Polizeigesetze und Schulqualität
Berlin. In den Leserbriefen an die Berliner Morgenpost äußern sich Bürger zu aktuellen Themen: Franziska Giffeys mögliche Zukunft als Bürgermeisterin, die Debatte um neue Polizeigesetze, die Randbebauung des Tempelhofer Felds und die Qualität an Berliner Schulen.
Tempelhofer Feld: Randbebauung und ihre Folgen
Johannes Wüst kritisiert die geplante Randbebauung des Tempelhofer Felds. Er befürchtet, dass das Feld dann geschlossen werden müsse und Veranstaltungen wie Drachenfest oder Formel E unmöglich würden. Auch das Grillen sei durch Geruchsbelästigung der neuen Nachbarn gefährdet. Er hofft, diese Entwicklung nicht mehr erleben zu müssen.
Neue Polizeigesetze: Sicherheit versus Überwachung
Joachim Jeserig plädiert für mehr Sicherheit durch Überwachung. Er argumentiert, dass Bürger ohnehin gläsern seien und Kameras sowie Handyaufnahmen alltäglich. Entscheidend sei, potenzielle Täter frühzeitig zu stoppen. Er kritisiert, dass nach dramatischen Ereignissen stets nach mehr Überwachung gerufen werde, aber wenn Politik und Polizei aufrüsteten, sei es auch nicht recht.
Schulqualität: Baulärm und mangelnde Bedingungen
Gabi Schmidt, ehrenamtliche Förderkraft in einer Grundschule, beklagt die unzumutbaren Bedingungen: Lärm und Schmutz durch Neubauarbeiten, geschlossene Fenster, hohe Belastung für Lehrkräfte. Sie fordert, dass Kinder der verantwortlichen Planer diese Schule besuchen müssten.
Franziska Giffey: Künftige Bürgermeisterin?
Heide-Brigitte Binner kritisiert die SPD, weil sie beliebte Politiker wie Giffey und Hikel nicht fördere. Sie sieht Karrieredenken und Kungelei als Hindernis für die Bedürfnisse der Wähler. Thomas Hansen unterstützt Giffey als zukünftige Bürgermeisterin. Er meint, Doktortitel und Ehemann-Affäre sollten der Vergangenheit angehören; Giffey habe ihr Können beim Ämter-Roulette bewiesen.
Fördergeld-Affäre: Joe Chialo und undurchsichtige Vorgänge
Dietmar Astfalk kommentiert die Fördergeld-Affäre um Ex-Kultursenator Joe Chialo. Er hält den Fall für skurril und filmreif: 2,6 Millionen Euro wurden für Antisemitismusprävention vergeben, aber nach Verstößen gegen Haushaltsregeln will niemand verantwortlich sein. CDU-Politiker weisen Schuld von sich. Ein Happy End sei unwahrscheinlich, der Fall werde die politische Landschaft beeinflussen.
Die Leserbriefe geben die Meinung der Leser wieder, nicht die der Redaktion. Aufgrund der hohen Zahl an Zuschriften kann nicht jede Meinung veröffentlicht werden. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.



