Verkehrsberuhigung: Ein Urteil mit klarem Verstand
In der Diskussion um die Verkehrsberuhigung in Berlin melden sich die Leser zu Wort. Ein Leser lobt das jüngste Gerichtsurteil, das einer Klage gegen die Verkehrsberuhigung an der Stadtgrenze stattgegeben hat. Er argumentiert, dass nur wenige Verantwortungslose Nebenstraßen als Rennstrecke nutzen, während die Mehrheit lediglich Staus umgehen will. Ein rollendes Auto sei schneller am Ziel und spare Zeit sowie Lärm und Abgase, wenn es sich im Stau anstelle. Die Beschwerdeführer in Wohnstraßen sollten bedenken, dass Anwohner von Hauptstraßen nicht zweitklassig seien und die Lasten des Verkehrs gerecht verteilt werden müssten. Berlin sei keine verwunschene Kleinstadt, und Tempo-30-Limit oder Sperrungen hätten den Verkehr auf Hauptstraßen konzentriert, wo er sich staut. Diesen politischen Willen gelte es anzuprangern, nicht den einzelnen Kraftfahrer.
Strandbad Halensee: Behördenwillkür und Doppelmoral
Ein weiterer Leser kritisiert die strengen Auflagen für das Strandbad Halensee. Die Willkür der Politik habe ein Ausmaß erreicht, das zornig mache. Während mit Natur und Tierwelt argumentiert werde, baue man Windräder im Grunewald und betoniere den Gendarmenmarkt zu. Der Bezirk habe das Bad durch Renovierung aufgewertet, und es sei ein traditionelles Kleinod. Der Ponton sei schon immer vorhanden gewesen. Der Leser fragt sich, was der Sinn von Politik sei, außer Bürger und Unternehmer zu drangsalieren. Es sei ein grüner Bezirksstadtrat, der im Wege stehe.
Eichenprozessionsspinner: Versäumnisse des Grünflächenamts
Eine Leserin berichtet von massivem Befall durch Eichenprozessionsspinner an einem Spielplatz in der Mittenwalder Straße in Kreuzberg. Trotz schneller Eingangsbestätigung sei keine Beseitigung oder Kennzeichnung erfolgt. Weitere Nachfragen blieben unbeantwortet. Die Leserin empfindet die Behauptung von Stadträtin Lühmann, dass innerhalb von 24 Stunden nach Meldung eine Beseitigung erfolge, als Zumutung. Eine Woche nach der Meldung spielten immer noch Kita-Kinder unter prall gefüllten Nestern. Die Warnungen in den Medien seien dreist, wenn die angekündigten Maßnahmen nicht eingehalten würden.
Wahlrecht: Grundwissen erforderlich
Ein Leser kommentiert den Artikel über 850.000 Berliner, die nicht wählen dürfen. Er argumentiert, dass eine Person in Berlin weder ein Berliner noch zwangsläufig Deutscher sei. Um an einer Wahl teilzunehmen, sei ein gewisses Grundwissen über den Grund und die aktuellen Gegebenheiten erforderlich. Sonst müsse man konsequenterweise auch Touristen als Wähler zulassen.
Heizungsgesetz: Umweltschutz kostet Geld
Ein weiterer Leser äußert sich zum neuen Heizungsgesetz. Er fragt, wann die Leute endlich begreifen, dass Umweltschutz Geld koste, und zwar sehr viel Geld, das die Steuerzahler bezahlen müssten. Ob es um Heizungsförderung, E-Auto-Prämien, Lärmschutzwände oder die Umsiedlung von Eidechsen gehe – alles müsse der Staat und somit die Bürger bezahlen. Jede Klage sei auch eine Klage gegen den Geldbeutel. Transparenter wäre eine Umweltsteuer, aus der alle Mehrkosten finanziert würden.



