Die Merian-Schule in Berlin verzeichnet seit Jahren eine starke Übernachfrage: Für das Schuljahr 2026/2027 gab es erneut deutlich mehr Anmeldungen als verfügbare Plätze. Schulleiterin Katrin Müller spricht von einer „ziemlich einzigartigen“ Situation und erklärt, was die Grundschule im Bezirk Treptow-Köpenick so besonders macht.
Hunderte Anmeldungen für wenige Plätze
Bereits zum wiederholten Male musste die Merian-Schule zahlreiche Bewerber ablehnen. Konkrete Zahlen nennt die Schulleitung nicht, aber der Andrang ist konstant hoch. „Wir haben jedes Jahr ein Vielfaches an Anmeldungen im Vergleich zu unseren Kapazitäten“, so Müller. Die Schule ist bekannt für ihr pädagogisches Konzept, das auf individuelle Förderung und projektbasiertes Lernen setzt.
Erfolgsfaktoren des Schulkonzepts
Laut Müller ist die Kombination aus kleinen Klassen, einem starken sozialen Miteinander und einem breiten AG-Angebot entscheidend. „Eltern schätzen, dass wir jedes Kind dort abholen, wo es steht“, sagt die Schulleiterin. Zudem lege die Merian-Schule großen Wert auf Demokratieerziehung und Partizipation der Schüler. Dies führe zu einer hohen Identifikation mit der Schule und zu überdurchschnittlichen Lernergebnissen.
Herausforderungen durch die hohe Nachfrage
Die Übernachfrage bringt jedoch auch Probleme mit sich: Viele enttäuschte Eltern und Kinder müssen auf andere Schulen ausweichen. „Es tut uns jedes Mal leid, wenn wir Kinder ablehnen müssen“, bedauert Müller. Die Schule arbeitet daher daran, ihre Kapazitäten zu erweitern, etwa durch den Ausbau von Klassenräumen. Ob dies langfristig gelingt, bleibt abzuwarten.
Einzigartige Position im Berliner Schulangebot
Die Merian-Schule ist eine von wenigen Grundschulen in Berlin mit einem so spezifischen Profil. Während viele Schulen mit Lehrermangel und sinkenden Schülerzahlen kämpfen, steht die Merian-Schule vor dem gegenteiligen Problem. „Das zeigt, dass unser Konzept bei Familien ankommt“, resümiert Müller. Die Schule bleibt daher ein gefragtes Ziel für viele Berliner Eltern.



