Narzissmus bei Großeltern: 4 Warnzeichen für toxische Familien
Narzissmus bei Großeltern: 4 Warnzeichen für toxische Familien

Manipulation entlarven: Narzissmus bei Großeltern – 4 Warnzeichen für toxische Familienbeziehungen

Berlin. Manipulative Familienmitglieder sind nicht immer leicht zu durchschauen. Eine Psychologin erklärt, wie Eltern und Kinder sich schützen können.

Großeltern können ein Geschenk für Familien sein. Sie holen Enkelkinder von der Kita ab, springen ein, wenn die Eltern arbeiten müssen, und geben den Kleinen das Gefühl, Teil einer größeren Geschichte zu sein. Doch nicht jede Beziehung zu den Großeltern verläuft harmonisch und entlastend. Manchmal wird sie zu einer dauerhaften Herausforderung – insbesondere dann, wenn Großeltern elterliche Grenzen missachten, sich in Erziehungsfragen überlegen fühlen oder narzisstische Züge zeigen.

Aber woran erkennt man die oft subtilen Manipulationen? Welche Motive haben narzisstische Großeltern? Warum streben sie nach so viel Einfluss? Und welche Auswirkungen hat das auf die Enkelkinder? Die Berliner Psychologin und systemische Therapeutin Inga Diminstein-Matzkuhn ordnet das Thema ein und erklärt, wie Betroffene vorgehen sollten.

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Psychische Gewalt: Narzissmus in Beziehungen

Narzissmus kann sich in verschiedenen Formen zeigen, von offener Herabsetzung bis hin zu subtiler Manipulation. Besonders in familiären Beziehungen ist es oft schwer, klare Grenzen zu setzen. Die Psychologin betont, dass narzisstische Großeltern häufig ein starkes Bedürfnis nach Bewunderung und Kontrolle haben. Sie neigen dazu, die Leistungen ihrer Enkel für sich zu vereinnahmen oder die Eltern in ihrer Rolle zu untergraben.

Vier Warnzeichen für toxische Großeltern

  • Missachtung von Grenzen: Großeltern ignorieren wiederholt die Wünsche der Eltern bezüglich Erziehung, Ernährung oder Besuchszeiten.
  • Überlegenheitsgefühl: Sie geben ständig ungefragte Ratschläge und stellen die Kompetenz der Eltern infrage.
  • Emotionale Erpressung: Sie drohen mit Liebesentzug oder Schuldgefühlen, um ihren Willen durchzusetzen.
  • Bevorzugung eines Enkelkindes: Sie zeigen offene Parteilichkeit und vergleichen die Kinder miteinander.

Was tun bei narzisstischen Großeltern?

Die Expertin rät, klare Kommunikationsregeln aufzustellen und Konsequenzen zu benennen. „Eltern sollten sich ihrer eigenen Autorität bewusst sein und diese auch gegenüber den Großeltern vertreten“, sagt Diminstein-Matzkuhn. Wichtig sei es, die Kinder vor Schuldgefühlen zu schützen und ihnen zu erklären, dass das Verhalten der Großeltern nicht ihre Schuld sei. In schweren Fällen könne eine Familientherapie helfen, die Dynamik zu durchbrechen.

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