Papst Leo XIV. besucht Gefängnis in Spanien
Papst Leo XIV. hat am fünften Tag seines Spanien-Besuchs ein Gefängnis nahe Barcelona besucht und den Häftlingen Mut zugesprochen. Vor rund 80 Insassinnen und Insassen sowie Besuchern der Haftanstalt Brians 1 in Sant Esteve Sesrovires, rund 30 Kilometer nordwestlich von Barcelona, betonte er: „Jeder Mensch ist würdig.“
Botschaft der Hoffnung
Der 70-jährige US-Amerikaner rief den Häftlingen zu: „Denkt daran, dass die Fehler im Leben nicht die Identität eines Menschen bestimmen.“ Er fügte hinzu: „Jedem von euch sage ich: Gott liebt dich so, wie du bist, aber er hat noch größeres mit dir vor! Der Herr ermöglicht uns allen, immer wieder neu anzufangen.“
Begegnungen mit Insassen
Eine Gruppe von Inhaftierten sang zur Begrüßung ein Lied für den Papst. Zwei Insassinnen durften kurze Reden halten. Montse sagte: „Wir freuen uns, dass Sie hier sind, weil wir uns vergessen fühlen.“ Josefina meinte optimistisch: „Das wird vorübergehen, ich werde mein Leben wieder aufnehmen und ich werde weiterhin mit Gott verbunden bleiben.“ Nach ihren Reden umarmte der Papst beide Frauen.
Weiterreise in Katalonien
Nach dem Gefängnisbesuch fuhr Leo zur Abtei Unserer Lieben Frau von Montserrat, wo das Gebet des Heiligen Rosenkranzes stattfand. Höhepunkt seines Aufenthalts in Barcelona dürfte am Abend eine Messe in der Basilika Sagrada Familia werden, die jährlich Millionen Besucher anzieht. Ab Donnerstag reist der Papst auf die Kanarischen Inseln, wo er sich unter anderem mit Flüchtlingen treffen will.



