Chesley Sullenberger: „Held vom Hudson“ an Alzheimer erkrankt
Pilot Chesley Sullenberger an Alzheimer erkrankt

Chesley Sullenberger, der 75-jährige Pilot, der 2009 eine spektakuläre Notwasserung auf dem Hudson River in New York durchführte, hat bekannt gegeben, dass er an Alzheimer erkrankt ist. Die Diagnose wurde im August 2025 gestellt, wie er auf seiner Website und in einem Interview mit der Zeitschrift „People“ mitteilte. Sullenberger, der den Spitznamen „Sully“ trägt, betonte, dass es sich um ein frühes Stadium der Krankheit handle: „Es ist ein frühes Stadium. Für den Moment bedeutet das, dass mir ein Name vielleicht nicht leicht einfällt, ich eine Geschichte, die ich kürzlich erzählt habe, vergesse oder ich nicht so gut schlafe.“

Offenheit als Unterstützung für andere

Sullenberger erklärte, dass er in dieser neuen Phase seines Lebens weiterhin hilfreich sein und offen über seine Erfahrung sprechen wolle, in der Hoffnung, andere Betroffene zu unterstützen. „Wir werden gemeinsam mutig sein“, sagte er. Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form von Demenz und führt zum Absterben von Nervenzellen im Gehirn, was Symptome wie Vergesslichkeit, Verwirrtheit, Sprachstörungen oder Orientierungslosigkeit verursacht.

Das „Wunder vom Hudson“

Sullenberger wurde am 15. Januar 2009 weltbekannt, als er einen Airbus A320 auf dem Hudson River notlanden musste, nachdem Vögel in beide Triebwerke geraten waren. Bei der Notwasserung, die als „Wunder vom Hudson“ bezeichnet wird, überlebten alle 150 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder. Der ehemalige Militärpilot mit 40 Jahren Flugerfahrung verließ als Letzter das sinkende Flugzeug, nachdem er noch einmal die Maschine abgesucht hatte, um sicherzustellen, dass niemand zurückgelassen wurde.

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Fliegerische Meisterleistung und spätere Karriere

Die Landung im eisigen Hudson River vor der Skyline von New York City war eine fliegerische Meisterleistung. Der Airbus überschlug sich nicht und brach nicht auseinander, als er mit hohem Tempo auf das Wasser traf. Sullenberger wurde in den USA als Held gefeiert. Er schrieb eine Autobiografie mit dem Titel „Man muss kein Held sein“, die später die Vorlage für Clint Eastwoods Film „Sully“ mit Tom Hanks in der Hauptrolle wurde. 2010 ging Sullenberger in den Ruhestand, setzte sich jedoch weiterhin als Experte für Flugsicherheit und Unfallermittlungen ein.

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