Zwei queerfeindliche Angriffe in Frankfurt am Main
Queerfeindliche Angriffe in Frankfurt: Zwei Vorfälle

In Frankfurt am Main hat es am frühen Sonntagmorgen zwei queerfeindliche Angriffe gegeben. In der Innenstadt beleidigte ein Unbekannter einen 26-jährigen queeren Menschen an einer U-Bahnstation und schlug anschließend mit der flachen Hand unterhalb des Ohrs zu, wie die Polizei am Montag in der hessischen Stadt mitteilte. Eine Fahndung nach der Erstattung einer Anzeige verlief ergebnislos.

Angriff in der Innenstadt

Der erste Vorfall ereignete sich gegen 3:30 Uhr an einer U-Bahnstation in der Frankfurter Innenstadt. Der 26-jährige Geschädigte wartete auf die Bahn, als ein bislang unbekannter Mann auf ihn zukam und ihn aufgrund seiner sexuellen Orientierung beleidigte. Ohne Vorwarnung schlug der Täter dem Opfer mit der flachen Hand unterhalb des Ohrs. Der 26-Jährige erlitt leichte Verletzungen und suchte später eine Arztpraxis auf. Nach der Anzeigenerstattung leitete die Polizei eine Fahndung nach dem Täter ein, die jedoch erfolglos blieb. Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizei Frankfurt zu melden.

Bedrohung im Stadtteil Eckenheim

Ungefähr zeitgleich gab es einen Vorfall im Stadtteil Eckenheim. Dort hatte sich ein 42-jähriger Mensch mit einem ihr unbekannten Mann in einer Straße verabredet, wie es von der Polizei hieß. Anstatt des Dates erschienen mehrere Jugendliche beziehungsweise junge Erwachsene, welche mit einem Hammer drohten und Beleidigungen wegen der sexuellen Orientierung äußerten. Das Opfer konnte mit seinem Fahrzeug fliehen und erstattete ebenfalls Anzeige. Die genaue Anzahl der mutmaßlichen Täter ist noch unklar, ebenso ihre Identität. Die Polizei ermittelt wegen Bedrohung und Beleidigung.

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Ermittlungen der Polizei

Die Polizei Frankfurt hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft Zusammenhänge zwischen den beiden Taten. Ein Sprecher der Polizei betonte, dass queerfeindliche Gewalt ernst genommen werde: „Wir werden mit aller Konsequenz gegen solche Taten vorgehen. Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Leben ohne Angst und Diskriminierung.“ Die Behörde hat spezielle Ansprechpartner für Opfer von Hasskriminalität benannt und bittet etwaige weitere Geschädigte oder Zeugen, sich zu melden.

Gesellschaftliche Reaktionen

Die Vorfälle haben in Frankfurt für Entsetzen gesorgt. Der CSD Frankfurt, der in diesem Jahr nach einem Terroranschlag unter dem Motto „Jetzt erst recht“ stattfand, verurteilte die Angriffe aufs Schärfste. „Diese Taten zeigen, dass queerfeindliche Gewalt leider immer noch alltäglich ist. Wir fordern ein entschlossenes Vorgehen der Justiz und mehr Schutz für queere Menschen“, so eine Sprecherin. Auch die Stadt Frankfurt hat sich positioniert und ihre Solidarität mit den Betroffenen bekundet.

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