Berlin – Die Bundesrepublik verzeichnet einen neuen Einbürgerungs-Rekord. Laut dem Bundesamt für Statistik haben im Jahr 2025 insgesamt 332.500 Ausländer die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten. Dies bedeutet einen Anstieg von 40.500 Personen im Vergleich zum Vorjahr 2024. Damit steigt die Zahl der Einbürgerungen bereits im fünften Jahr in Folge. Seit der Einführung der Asyl-Statistik im Jahr 2000 wurden noch nie mehr als 300.000 Menschen in einem Jahr eingebürgert.
Jeder fünfte neue Deutsche kommt aus Syrien
An der Spitze der Herkunftsländer stehen erneut die Syrer. Mit 65.600 Einbürgerungen stellt Syrien weiterhin die größte Gruppe – das entspricht rund jedem fünften neuen Deutschen. Allerdings ging die Zahl im Vergleich zu 2024, als noch 83.200 Syrer eingebürgert wurden, um 21 Prozent zurück. Mit deutlichem Abstand folgen türkische Staatsangehörige: 34.100 Türken erhielten den deutschen Pass, was einem Anteil von 10 Prozent entspricht. Besonders auffällig ist der Anstieg um 51 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Starker Anstieg bei Russen, Bosniern und US-Amerikanern
Auch bei russischen Migranten zeigt sich ein kräftiger Zuwachs. 19.700 Russen wurden eingebürgert, das sind 6 Prozent aller Fälle. Auch hier liegt das Plus bei 51 Prozent im Vergleich zu 2024. Noch stärker fällt der prozentuale Anstieg bei kleineren Gruppen aus: 8.800 bosnische Staatsangehörige erhielten 2025 den deutschen Pass – ein Plus von 126 Prozent. Bei US-Amerikanern verdoppelte sich die Zahl auf 6.600. Auch Albaner strömen zunehmend nach Deutschland: 6.100 Einbürgerungen bedeuten einen Anstieg von 97 Prozent.
Antragszahlen bestätigen Trend
Ein Blick auf die neu gestellten Anträge untermauert das Bild. 2025 wurden insgesamt 467.400 Einbürgerungsanträge erfasst. Auch hier liegt Syrien mit 69.700 Anträgen (15 Prozent) vorn. Es folgen die Türkei mit 53.300 Anträgen (11 Prozent) und Russland mit 24.100 Anträgen (5 Prozent). Von den 371.100 erledigten Verfahren im Jahr 2025 endeten 90 Prozent mit einer Einbürgerung. Die Herkunftsländer Syrien, Türkei und Russland dominieren nicht nur die Antragszahlen, sondern auch die tatsächlichen Einbürgerungen.



