Kinder und Alltag: Warum Routinen für Eltern so wichtig sind
Man hört immer wieder, dass Routinen für Kinder essenziell sind. Doch unsere Autorin weiß: Selten wünscht man sich mehr Erwartbarkeit als im Alltag als Mutter. Agatha Kremplewski berichtet von ihren Erfahrungen.
Im Job ist sie kein Fan von Routinen. Abwechslung ist ihr wichtig, sie stellt sich lieber regelmäßig auf neue Themen, Projekte und Menschen ein, anstatt jeden Tag dasselbe Material zu bearbeiten, dieselben Meetings zu absolvieren und über dieselben Themen zu sprechen. Ein bisschen Raum für Unvorhergesehenes macht den Joballtag aufregend.
Doch mit Kind ändert sich diese Haltung komplett. Sobald man Mutter oder Vater wird, wünscht man sich öde Routine – und bekommt sie paradoxerweise nie, oder zumindest selten.
Die Sehnsucht nach Beständigkeit
Ein Beispiel: Als ihr Sohn etwa acht Monate alt war, waren sie maximal gestresst damit, eine Gute-Nacht-Routine aufzubauen. Soll man zuerst den Schlafsack anziehen oder vorlesen? Findet das Vorlesen auf dem Sofa oder schon im Bett statt? Ist Einschlafstillen noch okay oder sollte das Kind nicht eigentlich schon allein zur Ruhe kommen können? Solche Fragen beschäftigen viele Eltern.
Die Autorin betont, dass Routinen nicht nur für Kinder, sondern auch für Eltern eine enorme Entlastung darstellen. Sie schaffen Struktur und geben Sicherheit in einem oft chaotischen Alltag. Doch der Weg dorthin ist steinig und von Unsicherheiten geprägt.
Letztendlich zeigt sich: Die Mühe lohnt sich. Wenn die Routine erst einmal etabliert ist, profitieren alle Familienmitglieder davon. Die Kinder fühlen sich geborgen, und die Eltern gewinnen wertvolle Zeit für sich selbst.



