Seattle (Washington) – Eine unheimliche Kreatur sorgt in einem Wohnviertel in Seattle für Aufsehen. Ein Video, das eine Anwohnerin am helllichten Tag aufnahm, zeigt ein graues, pelziges Wesen, das zunächst auf vier Beinen läuft, dann auf zwei Beine springt und über einen Rasen stakst. Die Aufnahmen gingen viral und ließen Millionen Menschen weltweit rätseln, um welches Tier es sich handelt. Doch die Einheimische hatte die Antwort parat: Es ist ein Waschbär mit einer seltenen Genmutation.
Nachbarn tauften es „Jimothy“
Das Geschöpf, das in dem Video vom Montag zu sehen ist, streift seit einiger Zeit durch den Stadtteil Ballard. Es klettert über Balkone, plündert Mülltonnen und ist in der Nachbarschaft längst bekannt. Die Anwohner haben ihm sogar einen Namen gegeben: „Jimothy“. In den sozialen Medien spekulierten Nutzer zunächst über die Identität des Tieres. „Ist das ein Hund?“, fragte sich ein Nutzer. Andere vermuteten einen tasmanischen Teufel oder scherzten: „Das hat Elon Musk gebaut.“
„Jimothy“ leidet unter Short-Spine-Syndrom
Die Erklärung für das kuriose Aussehen des Waschbären ist das sogenannte Short-Spine-Syndrom (deutsch: Kurzwirbelsäulensyndrom). Dabei handelt es sich um eine Genmutation, die den Körper deformiert: Der Rücken wächst gestaucht, während die Beine normal lang werden. Trotz der Bewegungseinschränkungen können betroffene Tiere schmerzfrei leben. Auch Hunde sind von dieser Mutation betroffen. Eine Frau aus Seattle berichtete: „In seinen ersten Lebensmonaten sah er aus wie ein Ball. Er war so klein und tollpatschig, aber seine Mutter und seine beiden Geschwister waren immer dabei.“
„Jimothy“ wird zum Internetstar
Mittlerweile wird „Jimothy“ im Netz gefeiert. Die „Seattle Times“ bezeichnet ihn bereits als „die jüngste lokale Legende“. Ein weiteres Video zeigt den Waschbären auf einem Balkon in Seattle. Die Anwohner haben den mutierten Waschbären längst ins Herz geschlossen und schmunzeln über die Aufregung, die ihr kleiner Nachbar auslöst.



