Santorini leidet unter Instagram-Touristen: Überfüllung und Schlangen für Fotos
Santorini leidet unter Instagram-Touristen: Überfüllung

Santorini: Instagram-Wahn sorgt für überfüllte Straßen

Auf der griechischen Insel Santorini, bekannt für ihre atemberaubenden Sonnenuntergänge und weißen Häuser, hat der Tourismus ein neues Extrem erreicht. Immer mehr Besucher strömen auf die Insel, nicht um die Kultur zu genießen, sondern um das perfekte Foto für Instagram zu schießen. Die Folge: lange Schlangen, überfüllte Aussichtspunkte und verärgerte Einheimische.

Stundenlanges Anstehen für den perfekten Schnappschuss

Videos auf TikTok zeigen, wie Touristen sich drängeln, um an den beliebtesten Spots ein Bild zu machen. Die Wartezeiten können bis zu einer Stunde betragen. „Es ist verrückt“, sagt eine Urlauberin in einem der Clips. „Man steht Schlange, nur um ein Foto zu machen, das dann genau wie tausend andere aussieht.“ Die sozialen Medien befeuern den Trend, da Influencer die schönsten Orte zeigen und damit Nachahmer anlocken.

Einheimische schlagen Alarm

Die Bewohner Santorinis beklagen die zunehmende Belastung. Die Infrastruktur sei für die Massen nicht ausgelegt, Müllberge und Lärmbelästigung nähmen zu. Zudem würden traditionelle Geschäfte und Tavernen durch Souvenirläden und Fast-Food-Ketten verdrängt. „Wir verlieren unsere Identität“, klagt ein Inselbewohner. Die Behörden überlegen, den Zugang zu bestimmten Aussichtspunkten zu beschränken oder Eintrittsgelder zu erheben.

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Nachhaltiger Tourismus als Lösung?

Experten fordern ein Umdenken. Statt auf Quantität solle auf Qualität gesetzt werden. Santorini könnte Besucherzahlen begrenzen oder auf weniger bekannte Orte lenken. Auch die Touristen selbst sind gefragt: „Genießt den Moment, statt nur durch die Linse zu schauen“, rät eine Reisebloggerin. Ob die Insel ihren Charme bewahren kann, wird sich zeigen.

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