Schreckschusswaffe am Alexanderplatz: 23-Jähriger bei U-Bahn-Angriff verletzt
Schreckschusswaffe: 23-Jähriger am Alexanderplatz verletzt

Berlin – Schockierende Szenen am Montagabend im U-Bahnhof Alexanderplatz: Ein 23-jähriger Mann ist gegen 21.50 Uhr auf dem Bahnsteig der U2 in Richtung Ruhleben von einer Gruppe von drei Unbekannten attackiert worden. Nach Angaben der Polizei feuerte einer der Täter aus kurzer Distanz mit einer mutmaßlichen Schreckschusswaffe direkt ins Gesicht des Opfers. Der 23-Jährige stürzte daraufhin zu Boden.

Die Angreifer sprühten anschließend Reizgas und flohen in Richtung des Bahnsteigs der U5. Rettungskräfte brachten den verletzten Mann mit Verletzungen am Auge und der umliegenden Haut in ein Krankenhaus. Lebensgefahr bestand nach ersten Erkenntnissen nicht, die genauen Verletzungen sind jedoch noch nicht abschließend geklärt.

Polizei sucht Zeugen

Die Berliner Polizei hat umgehend die Ermittlungen aufgenommen. Ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 5 (City) übernahm den Fall. Bislang gibt es keine konkrete Täterbeschreibung. Die Ermittler prüfen nun, ob die Tat im Zusammenhang mit anderen Vorfällen steht. Auch die Auswertung von Überwachungskameras am Bahnhof soll zur Identifizierung der Täter beitragen. Festnahmen gab es bislang nicht.

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Hintergründe zur Tatwaffe

Bei der verwendeten Waffe handelt es sich vermutlich um eine Schreckschusswaffe. Diese sind in Deutschland nur mit einem Kleinen Waffenschein erlaubt, der den Besitz von Gas- und Schreckschusswaffen regelt. Der Einsatz solcher Waffen kann dennoch zu schweren Verletzungen führen, wie der aktuelle Fall zeigt. Die Projektile können bei geringer Distanz tiefe Wunden verursachen und insbesondere im Gesichtsbereich erhebliche Schäden anrichten.

Sicherheitslage am Alexanderplatz

Der U-Bahnhof Alexanderplatz ist einer der meistfrequentierten Knotenpunkte des öffentlichen Nahverkehrs in Berlin. Immer wieder kommt es dort zu Gewalttaten. Die Polizei hat ihre Präsenz in den vergangenen Jahren verstärkt, dennoch bleibt die Sicherheitslage angespannt. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben sich bisher nicht offiziell zu dem Vorfall geäußert. Der Bahnhof ist zwar mit Sicherheitspersonal besetzt, jedoch nicht rund um die Uhr.

Zeugenaufruf der Polizei

Die Polizei bittet Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Hinweise zu den flüchtigen Männern geben können, sich zu melden. Hinweise nimmt das Fachkommissariat der Polizeidirektion 5 unter der Telefonnummer (030) 4664-0 entgegen. Auch der Berliner Opferhilfeverein bietet Betreuung für den 23-Jährigen an. Die Ermittlungen dauern an.

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