Neue Epstein-Akten belasten Prinz Andrew weiter
Neue Epstein-Akten belasten Prinz Andrew weiter

Am Freitag veröffentlichte das US-Justizministerium mehr als drei Millionen Seiten an Dokumenten sowie Tausende Videos und Fotos im Skandal um den US-Multimillionär und Missbrauchstäter Jeffrey Epstein. Die Akten enthalten weitere Korrespondenz mit dem früheren britischen Prinzen Andrew und auch seiner Ex-Frau Sarah Ferguson.

Aus einem E-Mail-Verlauf geht hervor, dass Epstein im Jahr 2010 für Andrew ein Dinner mit einer 26-jährigen Russin in London vermittelte – kurz nachdem Epstein seine Strafe wegen Prostitution Minderjähriger abgesessen hatte. In der Antwort, die mit Andrews Signatur „HRH The Duke of York KG“ versehen und mit dem Buchstaben „A“ unterzeichnet ist, heißt es: „(...) ich wäre entzückt, sie zu sehen.“

E-Mails von Epsteins Partnerin Ghislaine Maxwell an eine Adresse, hinter der Andrew vermutet wird, zeigen laut einem Bericht der britischen „Times“, wie eng das Verhältnis zwischen Maxwell und Andrew war. In einer Nachricht an „den unsichtbaren Mann“ schrieb Maxwell, dass er ihr bester Freund sei. In einer weiteren Nachricht, die am Tag nach dem Tod der Mutter von Queen Elizabeth abgeschickt wurde, schrieb Maxwell: „Sie war wunderbar, und ich bin froh, dass ich sie kennenlernen und mit ihr sprechen durfte. Wir werden einen neuen Termin vereinbaren. Ich liebe dich. Gx.“

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Unter den Dokumenten befinden sich auch Fotos, die Andrew zu zeigen scheinen, wie er über einer flach auf dem Boden ausgestreckten Frau positioniert ist. Andrew beteuerte stets, von den Machenschaften seines Freunds nichts mitbekommen zu haben. Das Epstein-Opfer Virginia Giuffre hatte Andrew vorgeworfen, sie mehrfach sexuell missbraucht zu haben, unter anderem als Minderjährige im Jahr 2001 in London. Eine Zivilklage in den USA endete in einem millionenschweren Vergleich.

Weitere Dokumente zeigen einen Mailverkehr zwischen Epstein und einer Sarah aus dem Jahr 2009, bei der es sich offenbar um Andrews Ex-Frau Sarah Ferguson handelt. Epstein wird darin als „Legende“ und „Bruder, den ich mir immer gewünscht habe“ bezeichnet. Ferguson hatte bereits 2011 zugegeben, von Epstein 15.000 Pfund angenommen zu haben.

Die reine Nennung oder Abbildung in den Epstein-Akten ist kein Hinweis auf ein Fehlverhalten. Auch der Name Donald Trump taucht vielfach in den Dokumenten auf, ebenso wie Bill Gates, Elon Musk und Richard Branson. Keiner der Genannten wurde bisher offiziell beschuldigt.

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