Sommerhitze in Berlin: Leser kritisieren Übertreibung und loben Abkühlungstipps
Sommerhitze in Berlin: Leser üben Kritik und geben Tipps

Die aktuelle Hitzewelle in Berlin sorgt für Diskussionen unter den Lesern der Berliner Morgenpost. Während viele die hohen Temperaturen fürchten, gibt es auch Stimmen, die die Aufregung für übertrieben halten.

Leser kritisiert übertriebene Hitze-Sorge

Peter Knief aus Berlin schreibt per E-Mail: „Also ich bin selbst schon ein Greis, verstehe aber die Sorge meiner Generation vor der Hitze in unserer Hauptstadt nicht. Ja, ich halte sie sogar für reichlich übertrieben.“ Er verweist auf Länder wie Italien, Spanien oder Griechenland, wo die Temperaturen noch höher seien. Sein Tipp: „Wir Alten haben doch zumeist eine Badewanne und wahrlich genug Zeit, mit oder ohne Lift langsam hineinzusteigen. Dann sollten wir dort einfach mal ausnahmsweise nur den Hahn für das kalte Wasser aufdrehen, die Augen schließen und mit unserem Quietscheentchen eine Weile vom Nord- oder Südpol träumen.“ Zwischendurch könne man Trinkwasser aus dem Hahn schlürfen und ein Liedchen anstimmen. „Ich bin ganz sicher, dass danach Sonnenstrahlen wieder willkommen sind“, so Knief weiter.

Kritik an der Bahn und Infrastruktur

Uwe Schumann aus Kaulsdorf äußert sich zum Artikel über kostenfreie Stornierungen der Bahn bei Hitze: „Das ist auch das Mindeste, was die Bahn anbieten kann, da sie ja nicht ausschließen kann, dass sie Schadensmeldungen wegen Ausfall und Verspätungen eh bearbeiten muss.“ Er kritisiert die mangelnden Investitionen der letzten 30 Jahre: „Nein, wo ist Deutschland bloß hingekommen? Mehdorn lässt grüßen, aber wenn man 30 Jahre nicht investiert, dann erleben wir eben ein Desaster, nicht nur da, auch in der Infrastruktur, siehe Brücken etc. Das Geld wurde eben woanders ausgegeben, fast 20 Jahre Krieg in Afghanistan, das Gleiche setzt sich jetzt wieder fort. Deutschland hat den Anschluss verloren.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Feuerwehr-Fall: Amtsarzt vs. Fachkollegen

Joachim Jeserig kommentiert den Fall David W., der trotz Eignung nicht bei der Feuerwehr eingestellt wird: „Es ist wieder einmal ein trauriges Bild, was hier abgegeben wird. Diese Krankheit ist so gut zu behandeln, dass sogar ohne weitere Medikation damit umgegangen werden kann.“ Er hinterfragt die Rolle des Amtsarztes: „Warum sollte ein Amtsarzt höher bewertet werden als seine Fachkollegen? Bemerkenswert halte ich, dass er ja als ziviler Angestellter all die Dienste ausüben kann.“ Jeserig wünscht Herrn W. einen positiven Ausgang seines Kampfes gegen behördliche Widerstände.

DFB-Team: Kritik an Profifußball und Marktwerten

Götz Krause äußert sich zur Niederlage der deutschen Nationalmannschaft gegen Ecuador: „Es ist schon geradezu eine Tragik, dass Undav diesmal kein Tor verbuchen konnte. Er hätte doch seinen Marktwert um weitere mindestens 50 Millionen ausbauen können.“ Er kritisiert den Profifußball scharf: „Die WM ist ein einziges Schaulaufen von meist Millionären, die sich finanziell verbessern wollen, und in der Regel nichts anderes vermögen, als einen Ball – manchmal sogar kunstvoll – zu treten.“ Auch die FIFA und Präsident Infantino werden genannt. Krause prognostiziert: „Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, dass die Milliarden-Marke geknackt wird.“

Rikscha-Fähre in Tegel gestoppt

Ein Leser mit Initialen M.S. kritisiert die Entscheidung des Bezirksamts, die ehrenamtliche Rikscha-Fähre im Tegeler Fließ zu stoppen: „Leider ist der Wähler so vergesslich. Auch bei solchen irrwitzigen Entscheidungen gilt: abwählen. Schließlich wird uns auch hier wieder gezeigt, wie egal wir diesen Leuten sind.“ Er vermutet Eigeninteressen: „Vielleicht ist ja der Schwager Inhaber der Holzbaufirma, die sich demnächst über verplemperte Steuergelder freuen darf.“

Humboldt Forum: Würdigung des Ehrenamts

Peter-Michael Fuchs betont die Bedeutung des Vereins Berliner Schloss für den Wiederaufbau des Humboldt Forums: „Das Forum ist sicherlich eine wichtige, kulturelle Bereicherung für die Stadt! Gewürdigt wird aber nie, wie es zu diesem nachgebildeten Bau kommen konnte!“ Er erinnert an Wilhelm von Boddien: „Ohne Wilhelm von Boddien würde der Bau jetzt nicht stehen und Herr Dogerloh hätte seinen Arbeitsplatz nicht!“ Fuchs hebt das Engagement ehrenamtlicher Mitbürger hervor.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration