Die Sperrung eines viel genutzten Fußwegs im Augsburger Textilviertel sorgt seit Wochen für Verärgerung unter den Anwohnern. Der Weg entlang des Schäfflerbachs ist auf Höhe der Spinnereistraße gesperrt, was für viele Fußgänger erhebliche Umwege bedeutet.
Hintergrund der Sperrung
Die Stadt Augsburg begründet die Maßnahme mit Sicherheitsbedenken. Ein Gutachten habe ergeben, dass die Ufermauer des Baches instabil sei und eine akute Einsturzgefahr bestehe. Deshalb sei der Weg vorsorglich gesperrt worden, bis eine Sanierung erfolgt ist.
Anwohner kritisieren jedoch die fehlende Kommunikation und die Dauer der Sperrung. „Wir wurden nicht informiert und müssen nun täglich einen Umweg von fast 500 Metern in Kauf nehmen“, sagt Anwohnerin Petra M. aus der Nachbarschaft. Viele ältere Menschen und Eltern mit Kinderwagen seien besonders betroffen.
Auswirkungen auf den Alltag
Der gesperrte Abschnitt ist eine wichtige Verbindung zwischen dem südlichen Textilviertel und der Innenstadt. Pendler, die täglich zu Fuß zur Arbeit gehen, müssen nun über die stark befahrene Proviantbachstraße ausweichen. Auch der Schulweg vieler Kinder hat sich deutlich verlängert.
- Umweg von bis zu 500 Metern für Fußgänger
- Erhöhte Gefahr durch Ausweichen auf stark befahrene Straßen
- Fehlende Beschilderung für alternative Routen
Die Stadtverwaltung verweist auf die Notwendigkeit der Sperrung. „Die Sicherheit der Bürger hat oberste Priorität. Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung“, so ein Sprecher des Tiefbauamts. Eine Sanierung der Mauer sei für das kommende Frühjahr geplant, bis dahin müsse die Sperrung bestehen bleiben.
Forderungen der Anwohner
Die Anwohner fordern nun eine bessere Kommunikation und temporäre Maßnahmen, um die Beeinträchtigungen zu reduzieren. Eine Petition mit über 300 Unterschriften wurde der Stadt übergeben. Gefordert wird unter anderem eine provisorische Brücke über den Bach oder zumindest eine verbesserte Ausschilderung der Umleitung.
Die Stadt prüft derzeit die Vorschläge, betont jedoch, dass bauliche Maßnahmen Zeit benötigen. Bis zur Sanierung im Frühjahr müssen sich die Anwohner voraussichtlich mit den Umwegen arrangieren.



