Das beliebte Tegeler Hafenfest in Berlin ist gerettet: Nachdem der ursprüngliche Veranstalter „Hauptstadtkultur“ abgesprungen ist, übernimmt ein erfahrenes Tandem die Organisation. Henry und Kristian Arzig von der Catering Company Berlin werden das traditionelle Fest auf der Greenwichpromenade vom 16. bis 19. Juli austragen. Der Eintritt bleibt kostenlos.
Streit um Eintrittspreis führte zum Bruch
Der ursprüngliche Veranstalter „Hauptstadtkultur“ hatte seine Absage am Morgen mit zusätzlichen organisatorischen Auflagen begründet. Hintergrund war ein Streit mit dem Bezirksamt um einen möglichen Eintrittspreis. Geplant waren zwei Euro pro Person, die als Wertmarke hätten eingelöst werden können. Allerdings ist die Erhebung von Eintritt auf einer öffentlichen Grünanlage rechtlich umstritten – die Genehmigung wurde nicht erteilt.
Die Verhandlungen scheiterten letztlich an dieser Frage. „Hauptstadtkultur“ zog sich zurück, was das Fest in Gefahr brachte. Nun springen die Arzigs ein, die das Hafenfest bereits dreizehnmal veranstaltet haben. Sie werden das Rahmenprogramm anpassen, aber an den ursprünglichen Terminen festhalten.
Bezirksstadtrat dankt allen Beteiligten
Felix Schönebeck (CDU), Bezirksstadtrat für Wirtschaft und Ordnung, zeigte sich erleichtert: „Eine Absage hätte bei vielen eine große Enttäuschung hervorgerufen. Klar ist aber auch: Veranstalter sind Unternehmer, die Geld verdienen wollen und wirtschaftliche Risiken berücksichtigen müssen.“ Er dankte der Firma Hauptstadtkultur für die konstruktive Übergabe und den Arzigs für ihre Bereitschaft, das wirtschaftliche Risiko zu tragen.
Das Tegeler Hafenfest lockt jährlich zehntausende Besucher an die Greenwichpromenade. Mit der Rettung des Festes bleibt eine der beliebtesten Veranstaltungen im Bezirk Reinickendorf erhalten.



