Typisierungsaktion in Kissing: Max (9) braucht Stammzellenspender
Typisierung in Kissing: Max (9) braucht Spender

Am 12. Oktober findet in Kissing eine Typisierungsaktion statt, um für den neunjährigen Maximilian einen passenden Stammzellenspender zu finden. Der Junge leidet an Leukämie und benötigt dringend eine Transplantation. Die Aktion wird von der Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands ältester Stammzellspenderdatei, organisiert.

Hintergrund: Leukämie bei Kindern

Leukämie ist die häufigste Krebsart bei Kindern und Jugendlichen. Jährlich erkranken in Deutschland etwa 600 Kinder daran. Für viele von ihnen ist eine Stammzelltransplantation die einzige Heilungschance. Doch nur etwa 30 Prozent der Betroffenen finden innerhalb der Familie einen passenden Spender. Für die übrigen 70 Prozent ist die Suche nach einem fremden Spender oft ein Wettlauf gegen die Zeit.

Maximilian aus Kissing gehört zu denjenigen, die keinen passenden Spender in der Familie haben. Seine Eltern und Geschwister kamen als Spender nicht in Frage. Deshalb hofft die Familie nun auf die Hilfe der Öffentlichkeit. Je mehr Menschen sich typisieren lassen, desto größer ist die Chance, einen passenden Spender zu finden.

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Ablauf der Typisierungsaktion

Die Typisierungsaktion findet am Samstag, den 12. Oktober, von 11 bis 16 Uhr in der Kissinger Mehrzweckhalle statt. Interessierte können sich vor Ort registrieren lassen. Dafür ist lediglich eine Blutprobe oder ein Wangenschleimhautabstrich notwendig. Die Registrierung ist kostenlos, Spenden werden jedoch gerne gesehen, um die Kosten für die Laboranalyse zu decken.

Die Stefan-Morsch-Stiftung betont, dass die Registrierung nur wenige Minuten dauert. Nach der Typisierung werden die Gewebemerkmale (HLA-Merkmale) bestimmt und in der Spenderdatei gespeichert. Sobald ein Patient mit denselben Merkmalen gesucht wird, kann der Spender kontaktiert werden. Die Entnahme erfolgt dann in der Regel über eine periphere Stammzellentnahme, ähnlich einer Blutspende, oder in seltenen Fällen über einen Eingriff im Krankenhaus.

Wer kann sich typisieren lassen?

Grundsätzlich können sich alle gesunden Menschen zwischen 17 und 55 Jahren typisieren lassen. Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen sind jedoch ausgeschlossen. Die Stefan-Morsch-Stiftung rät, sich vorab auf ihrer Website zu informieren, ob man als Spender in Frage kommt. Auch Menschen mit Migrationshintergrund sind besonders aufgerufen, sich zu registrieren, da die Gewebemerkmale oft ethnisch spezifisch sind und die Chancen auf einen Treffer für Patienten mit Migrationshintergrund steigen.

Die Aktion in Kissing ist Teil einer bundesweiten Initiative, um die Zahl der registrierten Spender zu erhöhen. In Deutschland sind derzeit rund 9 Millionen Menschen als Stammzellspender registriert. Doch die Suche nach einem passenden Spender ist für viele Patienten immer noch schwierig, insbesondere für Menschen mit seltenen Gewebemerkmalen.

Aufruf der Familie

Die Familie von Maximilian appelliert an die Bevölkerung, sich typisieren zu lassen. „Jeder Einzelne kann Leben retten“, sagt seine Mutter. „Wir sind unendlich dankbar für jede Unterstützung.“ Auch die Organisatoren hoffen auf eine große Beteiligung. „Je mehr Menschen kommen, desto größer ist die Chance, dass wir für Max und andere Patienten einen Spender finden“, erklärt ein Sprecher der Stefan-Morsch-Stiftung.

Die Typisierungsaktion wird von zahlreichen lokalen Vereinen und Unternehmen unterstützt. Auch die Gemeinde Kissing hat ihre Hilfe zugesagt. Bürgermeisterin Ute Brandl betonte: „Wir stehen hinter Max und seiner Familie und rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich zu beteiligen.“

Spendenmöglichkeiten

Wer nicht an der Aktion teilnehmen kann, hat die Möglichkeit, online zu spenden. Die Stefan-Morsch-Stiftung nimmt Spenden für die Typisierungskosten entgegen. Eine Typisierung kostet etwa 50 Euro. Spenden können auf das Konto der Stiftung überwiesen werden. Auch die Registrierung per Post ist möglich, indem man sich ein Typisierungs-Set nach Hause bestellen lässt.

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Die Aktion in Kissing ist ein Beispiel für die Solidarität in der Region. Bereits im Vorfeld haben sich viele Menschen bereit erklärt, zu helfen. Die Organisatoren hoffen, dass am Aktionstag mehrere hundert Menschen erscheinen. „Jede Registrierung zählt“, so der Sprecher. „Auch wenn die Chance, dass ausgerechnet Sie als Spender in Frage kommen, gering ist – für den einen Patienten, der auf Sie wartet, ist sie alles.“

Für Maximilian bleibt die Zeit knapp. Je schneller ein passender Spender gefunden wird, desto besser sind seine Heilungschancen. Die Familie hofft, dass die Aktion ein Erfolg wird und bald ein Spender für Max gefunden werden kann.