Warum eine verpasste Zielzeit kein Misserfolg ist – Kolumne
Verpasste Zielzeit: Warum das kein Misserfolg ist

In der aktuellen Wettkampfsaison sind viele Hobbyathleten mit ihren Ergebnissen unzufrieden. Unser Kolumnist Thorsten Firlus hat gelernt, dass es wichtiger ist, über sich selbst zu staunen, als an Zeiten zu verzweifeln. Er berichtet von seinen Erfahrungen und Erkenntnissen.

Der Druck auf LinkedIn und die Enttäuschung über verpasste Ziele

Es ist sicher nur der Algorithmus schuld, aber ungefragt lese ich auf LinkedIn derzeit von vielen Hobbysportlern, die beim Traillauf hier oder beim Ironman dort gestartet sind. Nun ist es nicht verwunderlich, dass es auf einem Netzwerk rund um die Arbeit auch um Erfolg geht, seltener ums Erleben. Folgerichtig sind es gar nicht so wenige Menschen, die ihre persönlich gesteckten Ziele nicht erreicht haben und dann öffentlich ihre mal mehr, mal weniger große Enttäuschung darüber verarbeiten. Es wird analysiert, geprüft, Stellschrauben werden identifiziert, Pläne geändert.

Die eigene Erfahrung: Marathon mit Zielzeit XY

Ich kann das verstehen, denn wie allen anderen ist mir das natürlich auch schon passiert. Einen Marathon, den man mit der Zielzeit XY startet, und man landet dann weit dahinter. Weil es zu warm war. Weil der Pacemaker ausfiel. Weil man zu wenig gegessen hat. Oder man war einfach faul im Training. Es kann immer etwas schiefgehen.

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Sicher ist nur eines: Scheitern

Und es wird etwas schiefgehen. Mir ist kein Hobbysportler bekannt, der nur erfolgreich war und alle geplanten Leistungen an Tag X stets zu 100 Prozent abrufen konnte. Die Erkenntnis: Eine verpasste Zielzeit ist kein Misserfolg, sondern eine Gelegenheit, über sich selbst zu staunen und das Erlebte wertzuschätzen.

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