Neue ZDF-Dokumentation über Marius Borg Høiby
Nach der Verurteilung von Marius Borg Høiby, dem Sohn der schwer lungenkranken norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, rückt eine neue Dokumentation in den Fokus. Die ZDFroyal-Produktion „Im Schatten der Krone – Skandale, Krisen, Jetset“ ist ab sofort in der ZDF-Mediathek verfügbar und wird am Dienstag, 25. August, um 20.15 Uhr im linearen Fernsehen ausgestrahlt.
Die Dokumentation zeichnet Høibys Weg vom einst von den Norwegern geliebten Jungen zum verurteilten Straftäter nach. Sie wirft die Frage auf, was aus jungen Royals wird, die alles haben, aber keine klare Rolle oder Aufgabe. Am Montag wurde Høiby zu vier Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sprach ihn in zwei Fällen der Vergewaltigung nach norwegischem Recht schuldig. Insgesamt gab es 34 Anklagepunkte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; Høibys Verteidiger kündigte Berufung an.
Vom Liebling zum Hassobjekt
Im Prozess bezeichnete sich Høiby selbst als „Monster“ in der öffentlichen Wahrnehmung und als „Hassobjekt von ganz Norwegen“. Er war noch ein Kleinkind, als seine Mutter den norwegischen Kronprinzen Haakon kennenlernte. Anfangs war ganz Norwegen verzückt von dem hellblonden Ziehsohn. Das änderte sich, als Høiby als junger Erwachsener auf Abwege geriet.
In der Doku sagt Königshaus-Expertin Tove Taalesen: „Dieser kleine Junge, so süß, immer gut gelaunt. Wir Norweger waren ganz verliebt.“ Taalesen zufolge war es ein großer Fehler von Mette-Marit und Haakon, den kleinen Marius so stark der Öffentlichkeit zu präsentieren. „Sie hatten die Wahl: Sie hätten ihn nicht so sehr in den Vordergrund stellen können, aber sie wollten ihn zeigen.“ Das sei der Anfang aller Probleme gewesen.
Absturz in die zweite Reihe
Mit der Geburt seiner „echten“ royalen Geschwister, Erbprinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus, geriet Høiby in die zweite Reihe. In dem Mammutprozess gegen Høiby dokumentierten Hunderte SMS und Zeugenaussagen ein Leben mit Eifersucht, Gewalt, Untreue, ausschweifenden Partys und Drogenkonsum. Intime Details über Høibys sexuelle Vorlieben und die toxischen Beziehungen zu seinen Ex-Freundinnen waren ebenso Gegenstand der Verhandlung wie sein Aufwachsen im Rampenlicht.



