In Sachsen-Anhalt sind in diesem Jahr bislang weniger Erkrankungen durch Zecken übertragen worden als im Vorjahreszeitraum. Das teilte das Landesamt für Verbraucherschutz mit. Demnach wurden bis zur 28. Kalenderwoche zwei Fälle der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) registriert. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es vier Fälle. Auch die Zahl der gemeldeten Lyme-Borreliose-Erkrankungen ging zurück – von 583 auf 500 Fälle.
Zeckenaktivität im Sommer
Mit den Sommermonaten steigt das Risiko für Zeckenstiche. Die Spinnentiere können sowohl Borreliose als auch FSME übertragen. Während Borreliose mit Antibiotika behandelt werden kann, gibt es gegen FSME keine ursächliche Therapie. Daher ist die Impfung der wichtigste Schutz.
Symptome von Borreliose und FSME
Borreliose macht sich häufig durch eine kreisförmige Hautrötung um die Einstichstelle, Müdigkeit, Fieber oder grippeähnliche Beschwerden bemerkbar. Unbehandelt kann die Erkrankung unter anderem Entzündungen der Gelenke, des Herzmuskels oder des Nervensystems auslösen. FSME beginnt meist ebenfalls mit grippeähnlichen Symptomen. In schweren Fällen kann es zu Entzündungen von Gehirn und Hirnhäuten kommen, die bleibende Schäden verursachen können.
Risikogebiete in Sachsen-Anhalt
Als FSME-Risikogebiete gelten in Sachsen-Anhalt derzeit der Landkreis Anhalt-Bitterfeld sowie die kreisfreien Städte Dessau-Roßlau und Halle. Dort empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) eine Schutzimpfung insbesondere für Menschen, die in der Region leben oder sich häufig im Freien aufhalten. Für Menschen in FSME-Risikogebieten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel die Kosten für die Impfung.
Schutzmaßnahmen im Freien
Fachleute raten bei Aufenthalten in Wäldern, auf Wiesen oder im hohen Gras zu langer Kleidung und Insektenschutzmitteln. Nach Ausflügen sollte der Körper gründlich nach Zecken abgesucht werden. Die frühzeitige Entfernung einer Zecke kann das Risiko einer Infektion deutlich senken.



