Zwei Tote nach Cyclosporiasis-Ausbruch in den USA
Zwei Tote nach Cyclosporiasis-Ausbruch in USA

In den USA sind im Zusammenhang mit einem Ausbruch der Darmerkrankung Cyclosporiasis zwei Menschen gestorben. Wie die Gesundheitsbehörden des Bundesstaates Michigan mitteilten, wurden dort zwei Todesfälle registriert. Insgesamt wurden bislang mehr als 6700 bestätigte Infektionen gemeldet, die Zahl der Verdachtsfälle liegt sogar bei über 18.000. Die US-Lebensmittelaufsicht FDA vermutet, dass mit dem Parasiten Cyclospora belasteter Eisbergsalat aus Mexiko die Ursache für den Ausbruch ist.

Ausbreitung und betroffene Regionen

Die Cyclosporiasis-Fälle wurden in zahlreichen Bundesstaaten der USA gemeldet. Besonders betroffen sind Regionen, in denen der importierte Eisbergsalat aus Mexiko vertrieben wurde. Die Behörden gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Erkrankungen höher liegt, da viele Fälle nicht gemeldet oder nicht als Cyclosporiasis erkannt werden. Die Krankheit wird durch den Parasiten Cyclospora cayetanensis ausgelöst, der über verunreinigte Lebensmittel oder Wasser übertragen wird.

Ermittlungen der FDA

Die FDA hat Ermittlungen aufgenommen und den Import von Eisbergsalat aus Mexiko in den USA gestoppt. Die Behörde arbeitet mit den mexikanischen Gesundheitsbehörden zusammen, um die Kontaminationsquelle zu identifizieren. Laut FDA-Sprecherin Sarah Johnson handelt es sich um den größten Cyclosporiasis-Ausbruch in den USA seit Jahrzehnten: „Wir arbeiten intensiv daran, die Lieferkette zurückzuverfolgen und weitere Kontaminationen zu verhindern.“

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Symptome und Behandlung

Cyclosporiasis verursacht typischerweise wässrigen Durchfall, Bauchkrämpfe, Übelkeit und Fieber. Die Symptome treten in der Regel ein bis zwei Wochen nach der Infektion auf und können mehrere Wochen anhalten, wenn sie unbehandelt bleiben. Die Erkrankung ist behandelbar: Eine Antibiotikatherapie mit Trimethoprim-Sulfamethoxazol ist in der Regel wirksam. Ärzte empfehlen, bei anhaltenden Durchfallerkrankungen einen Arzt aufzusuchen, insbesondere nach Reisen in betroffene Gebiete oder nach dem Verzehr von importiertem Gemüse.

Prävention und Empfehlungen

Verbraucher in den USA werden angewiesen, Eisbergsalat aus Mexiko zu meiden, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind. Die FDA rät, Gemüse gründlich zu waschen, auch wenn dies nicht immer alle Parasiten entfernt. Zudem sollten Lebensmittel aus kontaminierten Regionen nicht roh verzehrt werden. Die Behörden betonen, dass die meisten Erkrankungen mild verlaufen, aber bei immungeschwächten Personen oder älteren Menschen schwere Komplikationen auftreten können.

Hintergrund und Reaktionen

Der Ausbruch hat in den USA Besorgnis ausgelöst, insbesondere im Hinblick auf die Lebensmittelsicherheit. Verbraucherschützer fordern strengere Kontrollen bei importierten Produkten. Die mexikanische Regierung hat zugesagt, die Ursache zu untersuchen und Maßnahmen zur Verbesserung der Hygienestandards zu ergreifen. Die FDA hat angekündigt, die Überwachung von Importen aus Mexiko zu verstärken und die Ergebnisse der Ermittlungen zu veröffentlichen, sobald sie vorliegen.

Bis dahin gilt: Wer Symptome einer Cyclosporiasis bemerkt, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen und auf eine mögliche Exposition gegenüber kontaminiertem Salat hinweisen. Die Gesundheitsbehörden werden die Lage weiterhin beobachten und die Öffentlichkeit über neue Entwicklungen informieren.

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