Brustkrebs bei Männern: Symptome, Risiken und Früherkennung
Brustkrebs bei Männern: Symptome und Risikofaktoren

Ein Knoten in der Brust sollte auch für Männer ein Warnzeichen sein. Brustkrebs ist bei Männern zwar deutlich seltener als bei Frauen, kommt aber dennoch vor. Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft erkranken in Deutschland jedes Jahr rund 700 Männer neu an einem Mammakarzinom. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 71 Jahren.

Warum auch Männer Brustkrebs bekommen können

Wie Frauen haben auch Männer Milchgänge, aus denen etwa 80 Prozent aller Brustkrebserkrankungen entstehen. In der Pubertät entwickelt sich die weibliche Brust unter dem Einfluss von Sexualhormonen weiter, während die männliche Brust auf einem frühen Entwicklungsstand verbleibt. Die grundlegenden Strukturen sind jedoch bei beiden Geschlechtern vorhanden.

Symptome von Brustkrebs bei Männern

Die Symptome unterscheiden sich kaum von denen bei Frauen. Mögliche Warnsignale sind:

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  • Schmerzfreie, einseitig tastbare Knoten oder Verhärtungen in der Brust
  • Veränderungen der Brusthaut
  • Nach innen gezogene Brustwarzen
  • Flüssigkeitsabsonderungen aus der Brustwarze
  • Entzündungen, die nicht abheilen
  • Vergrößerte oder verhärtete Lymphknoten in der Achselhöhle

Bei fortgeschrittener Erkrankung können Knochenschmerzen, Gewichtsverlust, Husten, Atemnot oder eine verminderte Leistungsfähigkeit auftreten.

Risikofaktoren für Brustkrebs bei Männern

Das Sexualhormon Östrogen spielt bei vielen Brustkrebsfällen eine Rolle. Auch Männer produzieren Östrogen. Ein erhöhter Spiegel kann das Erkrankungsrisiko steigern. Dazu beitragen können:

  • Starkes Übergewicht
  • Lebererkrankungen
  • Einnahme bestimmter Hormone
  • Alkoholkonsum
  • Rauchen
  • Ernährung
  • Erhöhte Strahlenbelastung im Brustbereich

Genetische Ursachen wie Mutationen der Gene BRCA1 und BRCA2 erhöhen das Risiko ebenso wie das Klinefelter-Syndrom, eine angeborene Chromosomenstörung.

Diagnose und Behandlung

Für Männer gibt es bislang keine regelmäßigen Früherkennungsprogramme, daher wird die Erkrankung oft erst spät entdeckt. Wird Brustkrebs diagnostiziert, wird in der Regel das betroffene Gewebe operativ entfernt. Zusätzlich kommen Bestrahlung, Chemotherapie, Antikörper- oder Hormontherapien zum Einsatz. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

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