Tennis-Ikone Chris Evert: Eierstockkrebs zurückgekehrt – Kampf erneut aufgenommen
Chris Evert: Eierstockkrebs zurück – Kampf neu gestartet

Vier Tage vor dem Start des Grand-Slam-Turniers in Wimbledon erschüttert eine schockierende Nachricht die Tenniswelt: Chris Evert, die 71-jährige Ikone und ehemalige Nummer 1 der Welt, hat auf ihren Social-Media-Kanälen mitgeteilt, dass ihr Eierstockkrebs zurückgekehrt ist. „Am vergangenen Wochenende habe ich nach CT- und PET-Untersuchungen erfahren, dass mein Eierstockkrebs zurückgekehrt ist“, schrieb die 18-malige Grand-Slam-Siegerin.

Rückfall nach überstandener Erkrankung

Bereits Anfang 2022 war bei Evert erstmals Eierstockkrebs diagnostiziert worden. Im Januar 2023 gab sie bekannt, die Krankheit besiegt zu haben. Nun folgt der Rückfall. Wie schon bei der ersten Diagnose geht sie auch diesmal offen mit ihrer Situation um. Die CT- und PET-Untersuchung, von der sie berichtet, ist eine Computertomografie in Verbindung mit einem Verfahren, das Stoffwechselaktivitäten im Körper sichtbar macht. Evert wurde sofort operiert: „Ich habe bereits die erste Phase meiner Behandlung und Genesung, eine Operation, hinter mir und werde in den kommenden Wochen mit der Chemotherapie beginnen.“

Absage für Wimbledon und berufliche Auszeit

Eigentlich hätte Evert für den US-Sportsender ESPN aus Wimbledon berichten sollen. Dies ist nun nicht mehr möglich. „Ich werde dieses Jahr nicht in Wimbledon sein und mich in den nächsten Monaten von meinen beruflichen Verpflichtungen zurückziehen, um mich ganz auf meine Gesundheit zu konzentrieren“, schreibt sie weiter. Wie im Sport gibt sie sich auch im Kampf gegen den Krebs kämpferisch: „Eierstockkrebs ist ein unerbittlicher Gegner, doch ich bleibe optimistisch und entschlossen, diesen Kampf fortzusetzen. Ich bin meinem medizinischen Team, meiner Familie, meinen Freunden und allen, die mir mit Freundlichkeit und Zuspruch zur Seite stehen, zutiefst dankbar. Ich freue mich darauf, alle bald wiederzusehen.“

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Unterstützung von Weggefährtin Martina Navratilova

Ihre frühere Dauerkontrahentin und heutige enge Freundin Martina Navratilova (69) fand bewegende Worte: „Meine Freundin Chrissie ist eine wahre Kämpferin, und als solche wird sie dieses Monster erneut besiegen. Wir alle drücken dir die Daumen und wissen, dass du den Kampf wieder krebsfrei überstehen wirst.“ Navratilova, die wie Evert 18 Grand-Slam-Titel gewann, war selbst lange an Krebs erkrankt. 2010 erhielt sie die Diagnose Brustkrebs, der geheilt wurde. 2023, kurz nachdem Evert von ihrer Genesung berichtete, schockte Navratilova mit der Diagnose Mundrachenkrebs, zudem kehrte der Brustkrebs zurück. Nach einer Radiochemotherapie ging die Krankheit laut ihrer Aussage zurück.

Offener Umgang mit der Krankheit

Evert scheint der offensive Umgang mit der Krankheit bei der Verarbeitung zu helfen. „Ich habe es schon immer für wichtig gehalten, offen und ehrlich mit meinem Krankheitsverlauf umzugehen“, sagt sie. 2020 war ihre Schwester Jeanne am gleichen Typ des Eierstockkrebses gestorben. Evert nach ihrer scheinbaren Genesung 2023: „Nur dank der genetischen Roadmap, die meine Schwester hinterlassen hat, und der Macht des wissenschaftlichen Fortschritts, haben wir meinen Krebs früh genug entdeckt, um etwas dagegen zu unternehmen. Mein Arzt sagte, wenn er unentdeckt geblieben wäre, wäre ich in vier Monaten wahrscheinlich wie Jeanne im Stadium 3 gewesen, mit sehr wenigen Optionen.“

Sie sprach damals von einer 90-prozentigen Wahrscheinlichkeit, dass der Krebs nicht zurückkommt. Leider haben sich die anderen, fürchterlichen zehn Prozent durchgesetzt. Nun beginnt für die Tennislegende ein neuer Kampf.

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