Bonn – Wenn ein Baby plötzlich stundenlang an die Brust will, sprechen Fachleute von Clusterfeeding oder Lagerfeuerstillen. Viele Mütter sind dann verunsichert und fragen sich, ob die Milch ausreicht. Das „Netzwerk Gesund ins Leben“ betont: Dieses Verhalten ist völlig normal und tritt besonders in den ersten Lebenswochen sowie bei Wachstumsschüben auf.
Clusterfeeding dient dazu, die Milchmenge zu steigern und an den Bedarf des Babys anzupassen. Durch häufiges Anlegen wird die Milchbildung angeregt. Mütter sollten dies nicht als Zeichen dafür sehen, dass die Milch nicht reicht oder abgestillt werden sollte.
Trotz der Normalität sind Dauerstillphasen für Mütter kräftezehrend. Das Netzwerk empfiehlt daher kleine Entlastungen im Alltag. Partner, Freunde und Angehörige können helfen, indem sie das Baby in kurzen Stillpausen abnehmen, ein großes Glas Wasser oder nahrhafte Snacks bereitstellen.
Eine bequeme Stillposition mit ausreichend Kissen und allen notwendigen Utensilien in Reichweite kann ebenfalls entlasten. Um sicherzustellen, dass das Baby genug Milch bekommt, sollten Eltern auf kräftiges Saugen und hörbares Schlucken achten. Zufüttern mit Flaschennahrung ohne milchsteigernde Maßnahmen wie Abpumpen kann die Milchproduktion verringern.



