Eva Lys hat nach ihrer Erstrunden-Niederlage bei den Bad Homburg Open offen über die Auswirkungen ihrer rheumatischen Autoimmunerkrankung auf ihre Leistungen gesprochen. „Man hat bessere Tage, man hat schlechtere Tage“, sagte die 24-jährige Deutsche nach dem Spiel gegen Emma Navarro aus den USA.
Verletzung und Krankheit belasten Karriere
Lys hatte sich zu Beginn des Jahres in Australien einen Sehnenriss im Knie zugezogen und musste nach ihrem Erstrunden-Aus bei den Australian Open mehrere Wochen pausieren. Vor allem nach dieser Verletzung habe die Autoimmunerkrankung ihre Karriere „ein bisschen mehr beeinflusst als sonst“, erklärte sie. Die aktuelle Nummer 77 der Weltrangliste betonte, dass die Krankheit immer wieder Höhen und Tiefen mit sich bringe. „Da hatte ich auf jeden Fall meine Höhen und Tiefen, musste sicherlich die eine oder andere Trainingseinheit aussetzen, aber das ist bei mir immer von Jahr zu Jahr anders“, so Lys.
Lys: „Kenne es nicht anders“
Trotz der gesundheitlichen Rückschläge lässt sich Lys nicht von ihrem Weg abbringen. Sie „kenne es nicht anders“ als mit der Autoimmunerkrankung, sagte sie. „Ich hoffe natürlich, dass es irgendwann eine Besserung geben wird. Wir arbeiten dran. Aber ich glaube, wichtig jetzt ist es halt einfach eher, es unter Kontrolle zu bekommen.“
Leistungssport als zusätzliche Herausforderung
Als besonders problematisch sieht Lys die Kombination aus Leistungssport und der Erkrankung. „Wir Leistungssportler, auch wenn wir komplett gesund sind, wir versuchen unseren Körper, die ganze Zeit ans Limit zu bringen“, erklärte sie. Die ständige Belastung mache den Umgang mit der rheumatischen Erkrankung noch schwieriger.
Lys‘ Offenheit im Umgang mit ihrer Krankheit zeigt, wie wichtig es ist, über gesundheitliche Herausforderungen im Spitzensport zu sprechen. Ihr Durchhaltevermögen und ihre Entschlossenheit, trotz der Widrigkeiten weiterzumachen, sind bemerkenswert.



