Frühe Vibrionen-Saison: Zwei Todesfälle in 2026 gemeldet
Frühe Vibrionen-Saison: Bereits zwei Todesfälle 2026

Bereits zwei Todesfälle und insgesamt 17 Infektionen durch Vibrionen hat das Robert Koch-Institut (RKI) in diesem Jahr in Deutschland registriert. Die Saison für die Bakterien, die in Süß- und Salzwasser vorkommen, ist nach Angaben des Instituts ungewöhnlich früh gestartet.

Hohe Fallzahlen im Juli

Bis zum 12. Juli 2026 zählte das RKI 14 Fälle von in Deutschland erworbenen Vibrionen-Infektionen. Zum Vergleich: Im gesamten Vorjahreszeitraum waren es nur neun Fälle, 2023 sogar nur einer und 2025 vier Fälle. Die beiden Todesfälle betreffen jeweils hochaltrige Menschen. Unter den 17 Betroffenen sind zehn Männer und sieben Frauen im Alter zwischen drei und 95 Jahren; das Medianalter liegt bei 70 Jahren. Angaben zu Vorerkrankungen oder offenen Wunden liegen dem RKI nur lückenhaft vor und werden nicht ausgewertet.

Ursache: Warme Wassertemperaturen

Vibrionen sind natürlicherweise in Süß-, Brack- und Salzwasser vorhanden. Bei sommerlicher Hitze, insbesondere wenn die Wassertemperatur über 20 Grad Celsius steigt, vermehren sie sich stark – ein erhöhtes Risiko besteht dann an Nord- und Ostsee. Das RKI betont, dass die diesjährige Saison vergleichsweise früh begonnen habe. In den drei Vorjahren gab es insgesamt jeweils ein bis zwei Todesfälle pro Jahr.

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Bereits zuvor war ein Todesfall in Berlin bekannt geworden. Der Betroffene hatte sich vor Symptombeginn in Mecklenburg-Vorpommern an der Ostsee aufgehalten, wie die Gesundheitsämter mitteilten.

Schutzmaßnahmen empfohlen

Das RKI rät Menschen mit offenen Wunden oder geschwächtem Immunsystem, bei Wassertemperaturen über 20 Grad das Baden in der Ostsee zu meiden. Auch das Verschlucken von Wasser sollte vermieden werden. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin genau.

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