Herzrasen ohne organische Ursache: Lenas überraschende Diagnose
Herzrasen ohne organische Ursache: Lenas Diagnose

Lena Straub, eine 24-jährige Studentin aus München, erlebt immer wieder Herzrasen und musste bereits mehrfach die Notaufnahme aufsuchen. Trotz umfangreicher Untersuchungen konnten Ärzte keine organische Ursache für ihre Symptome finden. „Mehrere Kardiologen, Internisten sowie Ärzte in der Notaufnahme haben mir versichert, dass ich gesund bin und dass es keine organische Ursache für mein Herzrasen gibt“, berichtet die junge Frau.

Wiederholte Krankenhausbesuche ohne Befund

Lena leidet unter Herzrhythmusstörungen und Brustschmerzen, die so stark sind, dass sie mehrmals den Krankenwagen rufen musste. „Jedes Mal hatte ich Todesangst. Ich war überzeugt davon, bald einen Herzinfarkt erleiden zu müssen“, sagt sie. Bei ihrem vierten Aufenthalt in der Notaufnahme erhielt sie schließlich eine Diagnose, mit der sie nie gerechnet hätte: eine Panikstörung.

Panikstörung als Ursache für Herzrasen

Professor Andreas Ströhle von der Charité erklärt, dass etwa 100.000 Menschen in Deutschland unter Herzrasen ohne körperliche Ursache leiden. „Die Symptome sind real, aber sie werden durch psychische Faktoren ausgelöst“, so der Experte. Bei einer Panikstörung führt Angst zu körperlichen Reaktionen wie Herzrasen, Schwitzen und Atemnot. Betroffene fühlen sich oft, als hätten sie einen Herzinfarkt, obwohl das Herz gesund ist.

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Behandlungsmöglichkeiten für Betroffene

Ströhle betont, dass eine Panikstörung gut behandelbar ist. „Kognitive Verhaltenstherapie und gegebenenfalls Medikamente können helfen, die Angst zu bewältigen und die Symptome zu reduzieren.“ Auch Entspannungstechniken und regelmäßige Bewegung können unterstützend wirken. Für Lena war die Diagnose eine Erleichterung: „Endlich wusste ich, dass ich nicht verrückt bin. Die Behandlung hat mir sehr geholfen, und heute habe ich kaum noch Herzrasen.“

Die Geschichte von Lena zeigt, dass Herzrasen nicht immer eine körperliche Ursache haben muss. Wer unter ähnlichen Symptomen leidet, sollte sich nicht scheuen, auch psychische Ursachen in Betracht zu ziehen und professionelle Hilfe zu suchen.

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