Hitze: 1400 Klinikeinweisungen jährlich in Deutschland
Hitze: 1400 Klinikeinweisungen pro Jahr

Zwischen 2004 und 2024 führten Hitze und starkes Sonnenlicht in Deutschland im Jahresdurchschnitt zu knapp 1400 Krankenhausbehandlungen. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit. Als direkte Todesursache wurde Hitze in diesem Zeitraum im Schnitt in 21 Fällen pro Jahr festgestellt.

Hitzetage treiben Behandlungszahlen in die Höhe

In Jahren mit vielen Hitzetagen – Temperaturen von mindestens 30 Grad Celsius – steigt die Zahl der hitzebedingten Krankenhausbehandlungen überdurchschnittlich an. Besonders deutlich war dies 2015: Damals lag die Zahl der behandelten Schäden durch Hitze und Sonnenlicht 72 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2004 bis 2024. In absoluten Zahlen wurden gut 2300 Fälle verzeichnet. Im selben Jahr standen rund 60 Todesfälle in direktem Zusammenhang mit Hitze und Sonnenlicht – etwa dreimal so viele wie der Durchschnitt.

Direkte Hitzetodesfälle selten, indirekte hohe Zahl

Als direkte Todesursache lässt sich Hitze laut Destatis nur selten feststellen. Daher werde Hitze auf dem Totenschein normalerweise nicht als zugrunde liegende Todesursache angegeben, erklärt das Robert Koch-Institut (RKI). „In einigen Fällen, zum Beispiel beim Hitzeschlag, führt die Hitzeeinwirkung unmittelbar zum Tod, während in den meisten Fällen die Kombination aus Hitzeexposition und bereits bestehenden Vorerkrankungen zum Tod führt.“

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Das RKI schätzt die hitzebedingte Mortalität daher mithilfe statistischer Methoden. Dazu nutzt es Sterbefalldaten von Destatis und Lufttemperaturdaten des Deutschen Wetterdienstes. Laut diesen Schätzungen gab es die höchste hitzebedingte Sterblichkeit zwischen 2004 und 2024 im Jahr 2018 mit schätzungsweise 8500 Todesfällen. Dahinter folgt 2006 mit schätzungsweise 7700 Toten. „Diese Unterschiede können auf die unterschiedlich ausgeprägten Hitzeperioden zurückgeführt werden.“

Aktuelles Jahr: Bereits über 800 hitzebedingte Todesfälle

In diesem Jahr hat es bisher mehr als 800 hitzebedingte Todesfälle gegeben, wie das RKI mitteilte – und das noch vor der jüngsten Hitzewelle. Die am Donnerstag veröffentlichten Zahlen betrachten den Zeitraum bis 21. Juni. Erste Daten zu Todesfällen in der extremen Hitzephase danach sollen in der kommenden Woche vorgestellt werden.

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