Kreatin: Muskelaufbau, Gehirn-Boost und jetzt auch Krebsabwehr?
Kreatin: Muskelaufbau, Gehirn-Boost und Krebsabwehr?

In der Fitnesswelt ist Kreatin seit den Olympischen Spielen von Atlanta 1996 nicht mehr wegzudenken. Damals kam die Substanz erstmals richtig auf und wird seither von ambitionierten Leistungs- und Kraftsportlern regelmäßig eingenommen. Doch die Wirkung von Kreatin geht weit über den Muskelaufbau hinaus: Es soll Schlafmangel ausgleichen können und jetzt zeigt eine neue Studie, dass es möglicherweise sogar im Kampf gegen Krebs hilfreich ist.

Was ist Kreatin und wie wirkt es?

Kreatin ist eine natürliche Verbindung, die in jeder Muskelzelle vorkommt und eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel spielt. Es dient als schnelle Energiequelle bei kurzen, intensiven Belastungen. Der Körper produziert Kreatin selbst, kann es aber auch über die Nahrung – vor allem Fleisch und Fisch – aufnehmen. Nahrungsergänzungsmittel sind besonders bei Sportlern beliebt, da sie die Leistungsfähigkeit steigern können.

Neue Studie: Kreatin gegen Krebs

Eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung legt nahe, dass Kreatin möglicherweise auch Antitumor-Eigenschaften besitzt. Die Forscher fanden heraus, dass Kreatin das Wachstum bestimmter Krebszellen hemmen kann. Konkret zeigte sich in Laborversuchen, dass die Substanz die Energieversorgung von Tumorzellen stört und so deren Vermehrung verlangsamt. „Unsere Ergebnisse eröffnen neue Perspektiven für die Krebstherapie“, wird ein beteiligter Wissenschaftler zitiert. Allerdings betonen die Autoren, dass weitere Studien nötig sind, um die Wirkung beim Menschen zu bestätigen.

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Kreatin als Gehirn-Boost

Bereits frühere Studien hatten gezeigt, dass Kreatin positive Effekte auf die Gehirnfunktion haben kann. Es verbessert die kognitive Leistungsfähigkeit, insbesondere bei Schlafmangel oder hoher körperlicher Belastung. Die Substanz kann die Energieversorgung der Nervenzellen unterstützen und so Müdigkeitssymptome lindern. Daher wird Kreatin auch von Menschen ohne sportlichen Hintergrund zunehmend nachgefragt.

Für wen lohnt sich die Einnahme?

Die Einnahme von Kreatin als Nahrungsergänzungsmittel ist für gesunde Erwachsene in der Regel unbedenklich. Sportler profitieren von der leistungssteigernden Wirkung, während Menschen mit Schlafmangel möglicherweise von einer verbesserten Konzentration profitieren. Die neue Krebsstudie ist jedoch noch nicht ausgereift. Experten raten davon ab, Creatin eigenständig zur Krebsvorbeugung oder -behandlung einzunehmen. „Die Ergebnisse sind vielversprechend, aber noch lange nicht in der klinischen Praxis angekommen“, warnt ein Onkologe.

Dosierung und Nebenwirkungen

Die übliche Dosierung für Sportler liegt bei 3 bis 5 Gramm pro Tag. Höhere Dosen können zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Menschen mit Nierenerkrankungen sollten Kreatin meiden. Wie bei jedem Nahrungsergänzungsmittel gilt: Vor der Einnahme einen Arzt konsultieren, besonders bei gesundheitlichen Problemen.

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