Der bekannte Fernsehkoch Johann Lafer hat im Podcast „Rolling Pin Talks“ über die schweren Nebenwirkungen seiner Krebstherapie gesprochen. Das Schlimmste sei nicht seine körperliche Verfassung, sondern der Verlust des Geschmackssinns: „Ich habe keinen Geschmack, kann nichts essen und habe offene Finger.“ Das sei „verdammt hart“. Er wünsche das niemandem – egal ob Koch oder nicht.
Krebsdiagnose und Behandlung
Im Mai 2026 hatte Lafer, der in Rheinland-Pfalz lebt, öffentlich gemacht, dass er an Lymphdrüsenkrebs erkrankt ist. Anfang des Jahres begann er mit der Chemotherapie. Heilbar sei der Krebs nicht, doch er könne eingedämmt werden, sagte er damals. Die Auswirkungen der Behandlung seien gravierend, es gebe bessere und schlechtere Phasen.
Umgang mit der Erkrankung
Lafer hat bereits mehrere Chemotherapie-Zyklen hinter sich und kann inzwischen abschätzen, wann schlechtere Tage kommen. Dann müsse er vieles absagen. Dennoch versuche er, eine gewisse Grundpräsenz aufrechtzuerhalten. „Ansonsten würde ich mich zu sehr in mein Schneckenhaus verkriechen.“ Es gehe ihm den Umständen entsprechend, er sei guten Willens und guten Mutes. Er versuche jeden Tag, Dinge bewusst wahrzunehmen. Mitleid wolle er nicht, sondern genommen werden, wie er sei.
Öffentliches Bekenntnis als Befreiung
Seine Krankheit habe er öffentlich gemacht, weil es nach einem Auftritt im ZDF-Fernsehgarten angesichts seines veränderten Aussehens sehr viele Spekulationen gegeben habe. Das Bekenntnis habe ihn befreit – vielleicht mache seine Geschichte auch anderen Menschen Mut, sagte Lafer.



