Medikamentenmissbrauch bei Jugendlichen: SPIEGEL und Correctiv starten Recherche
Medikamentenmissbrauch bei Jugendlichen: Neue Recherche

In Deutschland wächst die Sorge um den Missbrauch von Medikamenten wie Schmerz- und Beruhigungsmitteln unter jungen Menschen. Der SPIEGEL startet gemeinsam mit dem gemeinnützigen Medienhaus Correctiv eine umfassende Recherche, um das Ausmaß des Problems zu erfassen. Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, sich an einer Umfrage zu beteiligen.

Hintergrund der Recherche

Die Journalistin Susanne Amann vom SPIEGEL erklärt, dass in den vergangenen Monaten vermehrt Berichte über Medikamentenmissbrauch eingingen. Experten wie Suchtmediziner und Jugendamtsleiter berichteten von einem Anstieg der Fälle, insbesondere bei immer jüngeren Menschen. Diese Beobachtungen führten zu der Entscheidung, das Problem systematisch zu untersuchen.

Der Fragebogen als zentrales Instrument

Um verlässliche Daten zu erhalten, wurde ein spezieller Fragebogen entwickelt. Er richtet sich an verschiedene Zielgruppen:

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  • Betroffene: Menschen, die Medikamente oder ähnliche Substanzen konsumieren.
  • Angehörige: Eltern und Familien, die mit dem Problem konfrontiert sind.
  • Sorgende: Therapeuten, Lehrer, Polizisten und andere Berufsgruppen, die im Kontakt mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen stehen.

Correctiv bringt umfangreiche Erfahrung in der Datenerhebung ein. Gemeinsam wurde der Fragebogen konzipiert und von Experten geprüft.

Ziele der Untersuchung

Ziel ist es, eine Art Landkarte zu erstellen, die zeigt, wie verbreitet der Medikamentenmissbrauch in Deutschland ist. Dabei sollen regionale Unterschiede, konsumierte Substanzen und Bezugswege ermittelt werden. Die Frage nach der Herkunft der Mittel steht im Fokus.

Teilnahme und Projektname

Das Projekt trägt den Titel „Zwischen Rezept und Rausch“. Der Fragebogen ist auf den Webseiten von SPIEGEL und Correctiv verfügbar. Die Redaktion hofft auf eine rege Beteiligung, um fundierte Erkenntnisse zu gewinnen und das Bewusstsein für das Thema zu schärfen.

Bereits jetzt gibt es weitere Berichte zum Thema, darunter Reportagen über tödliche Suchtverläufe und die Schließung der größten Suchtklinik für Jugendliche in Deutschland. Die neue Recherche soll diese Einzelfälle in einen größeren Kontext stellen.

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