Patrice Aminati: Albträume und Kampf gegen Hautkrebs im Endstadium
Patrice Aminati: Albträume und Kampf gegen Hautkrebs

Patrice Aminati, die 31-jährige Moderatorin und Influencerin, lebt mit Hautkrebs im Endstadium. Trotz ihrer schweren Erkrankung zeigt sie sich in der Öffentlichkeit oft strahlend und gut gelaunt. Doch hinter der Fassade verbirgt sich ein täglicher Kampf gegen Schmerzen, Fatigue und die Ungewissheit des Lebens.

Der Alltag mit Krebs

Aminati ist zwei- bis dreimal wöchentlich im Krankenhaus für Blutabnahmen, MRT- und PET-CT-Untersuchungen sowie regelmäßige Hautchecks. Zu Hause nimmt sie eine adjuvante, zielgerichtete Tablettentherapie, deren Nebenwirkungen langsam abklingen. Dennoch leidet sie unter Fatigue, Gliederschmerzen und Konzentrationsproblemen. Durch die Hirnbestrahlungen hat sie Ödeme und Wassereinlagerungen entwickelt, sodass sie nicht mehr Auto fahren kann. Ihre Mutter unterstützt sie im Alltag.

Metastasen in vielen Organen

Die Metastasen haben sich in Leber, Nebenniere, Lunge, Haut, am Auge und Sehnerv sowie im Gehirn und in den Knochen ausgebreitet. Seit drei Jahren suchen die Ärzte nach der optimalen Therapie. Aktuell nehmen die Tabletten das Metastasenwachstum zum Stillstand, doch die Sorge vor einer Resistenzbildung bleibt.

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Die emotionale Belastung

Der lange Kampf zehrt an ihren Kräften. „Der Körper ist wahnsinnig erschöpft“, sagt sie. Die Nächte sind von Albträumen geprägt, in denen sie Metastasen an der Körperoberfläche sieht. Trotzdem schöpft sie Kraft aus der Nähe zu ihrer Familie und der Möglichkeit, anderen Menschen zu helfen. Ihre Tochter, fast vier Jahre alt, zeigt einfühlsame Gesten und sagt: „Ich kümmere mich jetzt um dich.“

Die Trennung von Daniel Aminati

Die Trennung von ihrem Ex-Mann Daniel Aminati erfolgte im Autopilot-Modus. „Mein Körper hat mir gezeigt: Jetzt ist Schluss“, erklärt sie. Sie habe lange gekämpft, aber die wenige Energie benötige sie nun zum Überleben.

Auszeichnung mit dem „Ring of Courage“

Auf der Berliner Krebs-Messe Yes!Con wurde Aminati mit dem „Ring of Courage“ ausgezeichnet. Diese Ehrung würdigt ihr Engagement für die Enttabuisierung von Krebs sowie ihren Einsatz für Aufklärung und Prävention. Sie sieht den Preis als Stellvertreterpreis für alle Betroffenen.

Hoffnung und Dankbarkeit

Trotz der schweren Diagnose ist Aminati dankbar für die Therapie, die ihr Zeit verschafft. Die Ärzte gehen von Tag zu Tag, von Stunde zu Stunde. Sie hofft auf neue Behandlungsmöglichkeiten und schöpft Kraft aus den Begegnungen mit Menschen. „Es gibt mir wahnsinnig viel, unter Menschen zu sein“, sagt sie.

Patrice Aminati lebt mit ihrer Tochter in der Nähe von Dresden, in der Anliegerwohnung ihrer Eltern. Sie zeigt, dass selbst in den schwersten Zeiten Momente der Freude und des Lachens möglich sind – wie das gemeinsame Brüllen wie ein Löwe im Auto.

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