Gloria-Sophie Burkandt (27), Tochter von Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (59), hat in der ProSieben-Doku „Born Famous“ offen über ihre jahrelange Magersucht gesprochen. Die 1,85 Meter große Autorin und Model wurde in der Schule wegen ihrer Größe und ihres angeblich zu kräftigen Körperbaus gemobbt. „In der Schulzeit wurde ich geschlagen“, sagt sie unter Tränen. Aus Angst vor den Tritten trug sie sogar Schienbeinschoner unter der Kleidung.
Vom Mobbing zur Magersucht
Die seelischen Wunden saßen tief. Mit 20 Jahren rutschte Burkandt in die Magersucht. „Von heute auf morgen wollte ich nichts mehr essen“, erinnert sie sich. Stattdessen wünschte sie sich nur noch: „Ich wollte super-schlank sein.“ Bei einer Größe von 1,85 Metern wog sie zeitweise nur 59 Kilogramm. Die Doku zeigt unter anderem Fotos von ihr beim Bambi Charity Dinner im Oktober 2021, als sie 22 Jahre alt war und sichtbar unter der Krankheit litt.
„Ich wollte lieber sterben“
Bereits im August 2023 hatte Burkandt mit BILD über ihr Leid gesprochen: „Ich wollte lieber sterben, als mich immer weiter selbst abzulehnen. Ich wurde immer dünner, aß gefühlt nur alle zwei Monate. Hunger war das einzige Gefühl, das ich noch spüren konnte. Ich empfand überhaupt keine Freude mehr.“ Die Sorgen ihrer Familie nahm sie kaum wahr. „Wenn du in deiner Magersucht bist, dann siehst du auch alles andere nicht.“ Ihr Gewicht schwankte jahrelang. Durch die Magersucht bekam sie schlaffe Haut am Bauch, die auch durch tägliche Sportstunden nicht verschwand. Im August 2023 ließ sie sich den Bauch straffen.
Hilfe durch den Ex-Freund
Den Weg aus der Magersucht fand Burkandt nicht allein. Ihr damaliger Freund half ihr entscheidend. „Der hat dann für mich zum Beispiel gekocht. Und dann hat es so gut geschmeckt, dass ich dann irgendwie doch wieder zu essen angefangen habe.“ Heute blickt sie selbstkritisch zurück: „Ich war so dumm in der Zeit, dass ich nichts gegessen habe. Man zerstört seinen Körper.“ Ihre Botschaft an Betroffene: „Wenn man Magersucht hat, dann sollte man wirklich mit seinem Umfeld reden. Auch im Austausch stehen, sagen, was man fühlt, sich öffnen und sich vielleicht auch einen Therapeuten holen.“



