Hitze-Nächte: 13 Tipps für erholsamen Schlaf bei tropischen Temperaturen
So schlafen Sie trotz Hitze gut – 13 Tipps für kühle Nächte

Heiße Tage, heiße Nächte: Deutschland heizt sich auf. Doch Sie müssen nicht wachliegen! Mit unseren Tricks können Sie trotz Hitze gut schlafen.

Extreme Hitze in Deutschland: DWD warnt

In vielen Regionen Deutschlands warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) für die kommenden Tage vor extremer Hitze. Temperaturen weit über 30 Grad werden erwartet – mitunter könnte auch die 40-Grad-Marke erreicht werden. Während sich die einen über das Wetter freuen und ins Freibad oder an den See gehen, wird das Wetter für viele andere zur Qual.

Durch die Klimakrise werden Extremwetterereignisse künftig noch häufiger – und auch länger andauern. Das Robert Koch-Institut (RKI) warnt insbesondere vor den gesundheitlichen Auswirkungen der zunehmenden Hitze. Gerade für ältere Menschen oder kranke Personen kann Hitze zum Gesundheitsrisiko werden. Aber auch gesunde Menschen merken, welche Last heißes Wetter sein kann – besonders nachts. Denn um sich zu erholen, muss der menschliche Körper herunterkühlen. In heißen, gar tropischen Nächten kann das schwierig werden. Doch auch im Sommer müssen Sie nicht wachliegen. Denn es gibt Methoden, die helfen, auch in warmen Nächten gut zu schlafen.

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Fenster nachts öffnen: Bei milden Temperaturen empfehlenswert

Der Klassiker, um nachts trotz Hitze gut zu schlafen: das Fenster geöffnet lassen. Zumindest dann, wenn es in der Nacht noch eine Abkühlung gibt und die Temperaturen fallen. Die Techniker Krankenkasse (TK) warnt jedoch davor, das Fenster bei zu kühlen Temperaturen die ganze Nacht zu öffnen. Auch Zugluft sollte dringend vermieden werden. Sie erhöht das Erkältungsrisiko und mindert die Schlafqualität.

Kühlster Raum als Schlafplatz empfohlen

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit rät außerdem dazu, im kühlsten Raum der Wohnung zu schlafen. Sollte das nicht das Schlafzimmer sein, kann der Schlafplatz im Sommer kurzerhand verlegt werden.

Warum ein dünnes Laken besser als eine Decke ist

Wer in den Sommernächten erholsam schlafen möchte, könnte sich zudem ein Beispiel am Süden Europas nehmen. Viele werden es aus dem Urlaub kennen: Statt Daunendecken wird in warmen Regionen oft nur mit einem Laken oder einer dünnen Decke geschlafen. Dazu rät auch die Handelskrankenkasse (hkk). Gerade bei nächtlichen Temperaturen von über 20 Grad seien selbst die im Handel angebotenen Sommerdecken zu dick. Für den Sommer seien Laken aus Satin-Stoffen ideal, weil sie einen kühlenden Effekt haben. Ohne Decke sollte man aber auch im Sommer nicht schlafen, denn der komplette Verzicht könnte die Schlafqualität mindern. In Kombination mit einem offenen Fenster könnte laut hkk zudem eine Erkältung drohen.

Schlafkleidung im Gefrierfach sorgt kurzzeitig für Abkühlung

Für Personen, die in Sommernächten vor allem ein Problem mit dem Einschlafen haben, könnte ein ganz anderer Trick hilfreich sein. Für eine bestmögliche Abkühlung kann man seine Schlafkleidung tagsüber in das Gefrierfach packen. Kurz vor dem Schlafen kann sie angezogen werden und sorgt für einen besonders kühlenden Effekt. Nur ist dieser nicht lang anhaltend.

Leichte Naturfasern helfen, den Körper bei Hitze zu kühlen

Ob Gefrierfach oder nicht: Bei der Kleidung lässt sich ohnehin auf vieles achten. Wie die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) schreibt, sei das Wichtigste, im Sommer leichte Kleidung aus natürlichen Stoffen zu tragen. Ideal sei unter anderem Leinen. Der Schweiß kann so auf der Haut ideal verdunsten und den Körper kühlen. Synthetische Stoffe seien bei hohen Temperaturen hingegen wenig sinnvoll, so die AOK. Diese Stoffe würden die Wärmeableitung erhöhen und die Luftzirkulation behindern.

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Mit Wasser im Sommer besser schlafen: kühlen, sprühen, trinken

Auch Wasser kann nachts helfen – in verschiedenen Formen. Einerseits etwa in einer Sprühflasche. Für eine Abkühlung kann man sich das Wasser nachts auf die Haut spritzen. Auch eine sogenannte Kühlflasche kann helfen. Sie ist das Gegenstück zur Wärmflasche. Dafür einfach die klassische Wärmflasche mit Wasser füllen und sie für ein paar Stunden in den Kühlschrank legen. Die Kühlflasche kann dann entweder unter die Bettdecke oder nah an den Körper gelegt werden. Nur aufpassen, dass es nicht zu kalt wird. Wasser dient selbstverständlich aber auch der Hydrierung, und die ist bei warmem Wetter besonders wichtig. Gerade im Sommer sollte also immer ein Glas oder eine Flasche mit Wasser in der Nähe des Bettes stehen. Wer die Möglichkeit hat, kann dabei auf lauwarmes Wasser setzen. Dadurch werden die Blutgefäße erweitert und das Wasser kann besser vom Blut aufgenommen werden. Kaltes Wasser hingegen kann zwar abkühlen, sorgt aber für eine erhöhte Schweißproduktion.

Leichte Kost am Abend sorgt für besseren Schlaf bei Hitze

Neben dem Trinken sollte auch das Essen nicht vergessen werden. An heißen Tagen und vor warmen Nächten sollte das Essen allerdings nicht zu deftig, sondern leicht ausfallen. Ideal sind insbesondere lauwarme oder kalte Speisen. Dadurch wird der Körper nicht unnötig erhitzt. Vor dem Schlafengehen empfiehlt es sich ohnehin, keine allzu große Portion zu essen.

Weitere Tipps für erholsamen Schlaf in heißen Sommernächten

  • Keinen Kaffee, Tee oder Alkohol am Abend trinken
  • Vor dem Schlafengehen lauwarm abduschen
  • Das Schlafzimmer mit Rollos oder Vorhängen tagsüber abdunkeln
  • Die Schlafzeiten im Sommer anpassen – lieber erst später schlafen, wenn die Luft etwas abkühlt
  • Elektronische Geräte ausschalten, um keine zusätzliche Wärme zu erzeugen